23. November 2009

Fünfte Sitzung: Das Rad des Lebens

Zusammen mit einer zweiten Person musste ich in der letzten Sitzung mein "Rad des Lebens" ausfüllen. Auf einer Skala von 0 - 10 musste man angeben, wie zufrieden man mit den folgenden acht Bereichen ist:


  1. Geld
  2. Karriere
  3. Gesundheit
  4. Spiritualität
  5. Kreativität
  6. Beziehungen
  7. Zuhause
  8. Persönliche Entwicklung
Dabei kam es zu sehr interessanten Diskussionen, zum Beispiel was für den einen oder anderen Kreativität überhaupt bedeutet. Und was bedeutet es, wenn man einem Bereich wie Kreativität etwa eine 9 gibt? Kann man mit seiner Kreativität überhaupt zufrieden sein, wenn man ein kreativer Mensch ist und "nebenbei" 10 Stunden aus dem Haus ist, um zu arbeiten? Kreativität ist für mich extrem wichtig, weil ich das Gefühle habe, dass das pausenlose Konsumieren vor allem von Medien, mir nicht gut tut. Ich merke, dass ich mich ausdrücken muss und dass geht nur, in dem ich etwas schaffe, kreiere. Das macht mich glücklich, selbst wenn es nur ein Brot ist, das ich gebacken habe oder ein Foto, das ich bearbeitet habe oder ein kurzes Video, das ich geschnitten habe. Es ist ganz egal, Hauptsache produziert und nicht konsumiert. Dann kann ich auch wieder unbeschwert konsumieren. Was ich außerdem noch gelertn habe, ist im Folgenden aufgeführt.

  1. Ich habe die Eigenschaft, mich ins Geschehen oder in die Arbeit zu werfen. Ich muss aufpassen, dass ich diesen natürlichen Go-With-The-Flow-Ansatz mit strukturierter Herangehensweise ausgleiche.
  2. Ich muss aufpassen, nicht ständig meine eigene Geschichte mit ins Gespräch zu bringen. Es geht um den Clienten.
  3. Ich muss aufpassen, dass ich nicht Themen des Klienten vermeide, die ich aus eigenen Gründen schwer zu diskutieren finde.
  4. Ich muss auf die Zeit aufpassen und vermeiden, einige Dinge auf Kosten anderer mindestens ebenso wichtiger Fragen zu diskutieren.
  5. Wie jeder habe ich beim Sprechen wenier Augenkontakt als beim Zusehen. Um mehr Eindringlichkeit zu gewinnen, könnte ich versuchen, schneller und öfter Augenkontakt harzustellen.
  6. Ich sollte einen richtigen Anfang und ein richtiges Ende um einen runden Prozess herum haben. Am Anfang könnte die Aufforderung stehen, etwas zu sagen, das dem Klienten wichtig ist, am Ende die Frage, ob der Klient fühle, dass irgend etwas Wichtiges nicht besprochen wurde.
  7. Traue niemals deinen Vorurteilen! Menschen, die dir erst suspekt sind, können sich später als extrem sympathisch herausstellen.

1 Kommentar:

  1. "Ich muss aufpassen, nicht ständig meine eigene Geschichte mit ins Gespräch zu bringen. Es geht um den Clienten."

    Das tun wir ohnehin. Die Frage ist eher, was bin ich mir über meine Annahmen, inneren Dialoge und Bilder bewusst?

    Kann der innere Beobachter, der sich und den Klienten beobachtet, sich auch selbst beobachten? Wie? Was heisst das?

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