13. Februar 2012

Super-Affen auf Speed - Warum unsere Zukunft im Hirn-Doping liegt

Hoffentlich noch lange nicht am Ziel der Reise... Wie gehts weiter, Homo Sapiens?

Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Wissenschaftler, ein Journalist, Schriftsteller oder ein Angestellter im Büro und Sie könnten sich ganz leicht auf ihre Aufgaben konzentrieren, ihr Gedächtnis würde zuverlässig funktionieren, Sie würden unter allen Umständen die Nerven behalten, bessere langfristige Entscheidungen treffen, effizienter lernen und viel schneller und genauer denken können. Mit anderen Worten: Sie sind eine Art zerebraler Super-Mensch... prinzipiell nicht anders als die anderen, nur eben viel besser und zwar zum großen Nutzen aller. Ein Idiot, wer das nicht wollte. Ich habe eine gute Nachricht: Es ist so weit. Die Primaten-Evolution hat eine neue Schwelle überschritten. Wir alle können dieser Super-Mensch sein, heute schon.

Das Schaubild, in dem sich ein Affe aufrafft, zum Menschen zu werden, kennen wir alle aus den Geschichts- und Philosophiebüchern. Was stimmt an dem Bild, so wie Sie es kennen, nicht? Richtig: Es vermittelt uns den Eindruck, als sei die Evolution des Menschen an ihr Ende gekommen. Ein Kernaspekt der Evolution ist aber, dass sie weiter und weiter geht, solange Individuen in sich immer ändernde Umweltanforderungen hineingeboren werden. Und dabei geht es nicht nur um den Teilaspekt der genetischen Evolution, also die Frage, ob wir Schwimmhäute zwischen den Zehen benötigen oder nicht. Dank der Kultur des Menschen, geht es vor allem um soziale, technische und kognitive Evolutionen.

Mind Control von Zara Picken
Pimp my brain
TDCS (transcranial direct-current stimulation) ist eine Technologie, die schon heute bei Angststörungen, Depressionen und Folgen von Schlaganfällen erfolgreich eingesetzt wird. Dabei wird über kleine Elektroden eine niedrige elektrische Spannung an ausgewählte Hirnregionen abgegeben. Die Entwickler dieser Technologie benutzen sie aber selbst auch, um sich besser konzentrieren, schneller denken und lernen zu können. Diese Technologie ist so ausgereift, dass sie bald beim Sprachenlernen oder einfach auch beim Lesen routinemäßig wie ein Kopfhörer eingesetzt werden kann. Die Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit mittels Amphetaminen (auch in der Partydroge Speed) ist heute vor allem in den USA an der Tagesordnung. Das als Pillen wie Adderall oder Ritalin verschriebene Amphetamin ist nicht halluzinogen und hat bisher bei "richtigem Gebrauch" keine anhaltenden negativen Nebenwirkungen gezeigt. Die langfristige Risiken sind noch unklar, aber haben wir etwa die Zeit, die Weiterentwicklung des Menschen mit kleinlichen Sorgen vor Eventualitäten aufzuhalten? Wenn es wirklich so ist, wie Tests zeigen, dass unsere Gehirne ohne großes Risiko viel leistungsfähiger sein können und dabei auch noch bessere Entscheidungen treffen können¹, dann könnte uns das tatsächlich in eine neue Ära führen, in der wir große Menschheitsprobleme (z.B. Krebs oder die Klimakatastrophe) durch bessere Leistungen unserer Wissenschaftler schneller lösen können und verheerende Entscheidungen (die z.B. Krieg oder Wirtschaftskrisen auslösen) durch bessere kognitive Kontrolle der Entscheider vermeiden können. Wer sollte denn das nicht wollen? Was spricht denn dagegen?

#1 Romantische Auffassung der Menschheitsentwicklung
Das erste Argument, das bei solchen Fragen immer kommt, geht in die Richtung, dass die angedachte Strategie nicht natürlich sei und deswegen nicht richtig. Das ist aber ein romantischer Fehlschluss. Erstens heißt "natürlich" nicht automatisch "gut" oder "richtig" (oft im Gegenteil, wenn man z.B. daran denkt, dass es für unsere Vorfahren durchaus natürlich war, vom Krokodil oder Tiger gefressen zu werden) und zweitens sind die meisten unserer kognitiven Weiterentwicklungen seit etlichen Tausend Jahren nicht mehr natürlich. Denken wir ans Schreiben und Rechnen oder gar ans Drucken: Diese Techniken haben unsere menschlichen Gehirne enorm weiterentwickelt und sie sind nicht natürlich, sondern kulturell. Oder das Internet: Auch hier eine enorme Verbesserung unserer kollektiv-kognitiven Leistungsfähigkeit, die technisch und nicht natürlich ist. Und was ist mit der Medizin, die unsere Leistungs- und Lebensfähigkeit sowieso schon von ca. 30 "natürlichen" Durchschnitts-Jahren auf das Dreifache an unnatürlichen Lebensjahren hochgedopt hat? Es wäre idiotisch, wenn wir da sagen würden, es sei unnatürlich und falsch, dass wir heute bis ins hohe Alter von 90 und darüber hinaus körperlich und geistig leistungsfähig sein können. Warum jetzt aufhören? Hier können wir doch weiter machen und unsere Leistungsfähigkeit nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ steigern. Wir sind eben keine vollkommene Schöpfung, an dessen Design man nicht rühren dürfte.² Vielleicht ist die stetige Weiterentwicklung unsere einzige Chance, dem Tod der Spezies Mensch zu entrinnen.

#2 Das ist Lug und Betrug
Ein anderes und wie ich denke stichhaltigeres Argument ist, dass der Einsatz dieser Technologien und Chemikalien nichts anderes ist als Doping im Sport. Einige wenige profitieren davon, während andere ohne Zugang zu diesen Techniken das Nachsehen haben werden. Tatsächlich hängt das davon ab, welche Technologien wir einsetzen und wie günstig sie auf lange Sicht werden. Zum Beispiel Handys und Computer: Als Funktelefone noch so groß und schwer wie ein Bündel Kohlebriketts waren und Rechner so teuer und riesig wie ein Panzer, hätte niemand geahnt, wie schnell sich diese Technologien zur Liberalisierung der Kommunikation in aller Welt durchsetzen würden. Man fürchtete, dass diese Techniken die Unterschiede zwischen oben und unten verschärfen würden, aber das Gegenteil ist eingetreten. Bei medizinischen Präparaten ist es in der Regel noch leichter, denn hier ist es nur das Patent, das der massenhaften Verbreitung einer Pille im Wege steht. Wenn es also risikoarme, überall verfügbare, preiswerte und legale Präparate geben sollte, dann hat die Nutzung auch nichts mit Täuschung und Übervorteilung anderer zu tun. Zum Argument, es sei Betrug, weil es uns auf unnatürliche Weise Vorteile verschaffte, siehe #1.

Weniger leicht lässt sich mit dem Verdacht umgehen, dass ein ziemlicher Gruppendruck entstünde. Wer nicht mitzieht und seine Intelligenz chemisch steigert, fällt schnell zurück und steht hinten an, wenn es um Jobs und Chancen im Leben geht. Es ist in der Tat zu befürchten, dass wir das genauso sehen werden, wie wir jetzt sehen, dass schon ein Abitur oder gar ein Studium nötig ist, um Jobs zu bekommen, die man vor zehn Jahren noch nach einer einfachen Schulbildung anstreben konnte. Dies scheint ein allgemein gesellschaftlicher Mechanismus zu sein, der nicht nur auf das hier diskutierte Thema Anwendung findet. Nebenbei sei bemerkt, dass dieser Druck ganz im Sinne der menschlichen Evolution zu immer mehr Bildung und mithin hoffentlich auch Intelligenz führt. Eine weitere Relativierung dieser Sorge ergibt sich aus den Studien zu Amphetaminen: Vom Einsatz profitiert haben nur jene, die noch viel Potential nach oben hatten. Diejenigen, die ohnehin zu den Schlausten gehörten, haben durch den Einsatz der Substanzen keine weitere Leistungssteigerung erfahren. Es wurde also eine Angleichung der Fähigkeiten beobachtet. Das kann man nun wieder gut oder schlecht finden.

#3 Die Technologien werden missbraucht und gegen uns verwendet
Hier gibt es leider keinen Trost: Es ist schon lange so weit. Armeen auf der ganzen Welt entwickeln nicht nur Technologien, die ihren Soldaten einen kognitiven Vorsprung vor ihren "Feinden" geben, sondern auch solche, die die kognitiven Fähigkeiten ihrer "Feinde" herabsetzen. Stellen Sie sich vor, Sie nähmen an einer Anti-Atomkraft-, Anti-Wallstreet- oder Anti-ACTA-Demonstration teil und ein Hubschrauber über ihnen lässt unbemerkt Substanzen herunter rieseln, die Sie und Ihre Mitstreiter friedlich und gefügig machen, sodass Polizei oder Armee Sie nur noch ganz gesittet abtransportieren muss. Die Argumente der Offiziellen sind klar: Es dient der Sicherheit und vermindert die Gefahr erheblich, dass Zivilisten oder Polizisten verletzt werden. Das oder eben super-kluge Soldaten, vielleicht sogar Cyborgs, also Menschen mit implantierter Super-Man-Technologie, sind besorgniserregende Entwicklungen, die wir nicht aufhalten, aber klüger steuern können.

Policeman with Pepper Ball GunTechnologien sind immer zweischneidige Schwerter³ und ein Missbrauch kann nie ausgeschlossen, höchstens garantiert werden. Das trifft aber nicht nur auf die künstliche Weiterentwicklung des Gehirns zu, sondern auf jede Technologie. Es käme einer irrationalen, unrealistischen und romantischen Phantasie á la "Zurück zur Natur" gleich, wenn wir unser Forschen und Handeln durch dieses Argument behindern lassen würden. Wir können ja nicht einmal schlüssig argumentieren, dass die Atombombe unsere Welt schlechter gemacht hätte. Meine gewagte Überleitung hier: Die Atombombe hatte über die Stabilisierung der Mächte und über das Einfrieren der Aggressionen in den kalten Krieg hinaus eine große moralische Botschaft für die Menschheit: Wir können uns selbst mit einem Knopfdruck auslöschen. Das hat uns Menschen moralisch erzogen, weil die Verantwortung, mit unseren Aggressionen nichtkriegerisch umzugehen plötzlich enorm gestiegen ist. High Five - wir sind noch da! Noch enger könnte der Zusammenhang bei der direkten Leistungssteigerung des Gehirns sein. Hier können wir uns erhoffen, dass durch die kognitiven Verbesserungen auch das moralische Urteilsvermögen verbessert wird (siehe Anmerkung 1). Dieser Hoffnung liegt die zugegeben etwas optimistische Annahme der kognitiven Psychologie zugrunde, dass falsche Entscheidungen auf fehlerhaftes Denken zurückgehen. Aber auch, wenn moralische Besserung nicht automatisch aus kognitiver Korrektur und Leistungssteigerung folgen sollte, könnten wir sicher Erkenntnisse über kognitive Verbesserung auf mögliche moralische Besserung übertragen, grob gedacht z.B. als Medizin für Soziopathen.

Boris Karloff als Monster 1935
Von Prometheus zu Frankensteins Monster
Die Hybris wohnt allem Fortschritt inne. Prometheus musste für seinen Trotz gegen Zeus, der den Menschen das Feuer des Fortschritts vorenthalten wollte, ewige Qualen leiden. Und dass Mary Shelleys Frankenstein eine Warnung vor der entgrenzten menschlichen Vernunft sein soll, die sich gottgleich an eine neue Schöpfung wagt, begreifen wir spätestens, wenn wir Boris Karloff in James Whales Bride of Frankenstein sehen. Shelleys Buch ist nicht zufällig als Reaktion der Romantik auf elektrische Experimente an Toten entstanden. Es ist zugleich Science Fiction und Horror: Durch Frankensteins gezielte Experimente entsteht ein Monster, das sich vom Schöpfer entfremdet und sich gegen ihn wendet. Die alte Leier der Romantik und nebenbei bemerkt auch der meisten populären Science-Fiction-Filme heute. Mir ging das Dunkle in den Filmen wie Blade Runner und GATACA schon immer auf die Nerven. Das Spiel mit der Angst vor dem Unbekannten, das hinter dem Fortschritt lauert, ist populär. In der wahren Welt besiegt der promethische Mensch jedoch ziemlich furchtlos ein ums andere Mal den "Absolutismus der Wirklichkeit", wie Hans Blumenberg die Trägheit und Fortschrittsfeindlichkeit, das Beharren auf dem, was ist, nannte:
Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?
 (Aus Goethes Prometheus)
Wie die meisten vernünftigen Menschen habe ich eine natürliche Scheu davor, mir irgendwelche Pillen einzuschmeißen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Besonders, wenn die Inhaltsstoffe einen so ruinierten Ruf haben wie Amphetamine. Solche Vorbehalte ändern sich jedoch schnell, wenn Medikamente so allgegenwärtig und unbedenklich werden wie Aspirin. Einen TDCS-Helm würde ich jeder Zeit sofort ausprobieren. Insgesamt bin ich unheimlich neugierig, welche Dimensionen sich uns eröffnen, wenn wir die Leistungsfähigkeit unserer Hirne in Zukunft steigern werden. Schon jetzt sitze ich manchmal an meinem Schreibtisch und denke, wie toll es wäre, im Flow zu bleiben, den Fokus anhaltend scharf auf die Aufgabe gerichtet und bisher Ungedachtes hervorzubringen. Dieses Verlangen wird im Alter höchstens stärker und auch legitimer.

Wie ist es bei Ihnen? Unter welchen Umständen würden Sie zum Hirn-Doping greifen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.



Anmerkungen
1) The drugs even seem to improve certain aspects of judgment. One study of 36 normal women and men found that they were more likely to choose to delay gratification and receive a larger monetary reward when given amphetamines than settle for a smaller amount of money immediately. Improvements in memory and cognitive control have been reported in multiple studies, mainly using Ritalin and amphetamines." (TIME: Popping Smart Pills: The Case for Cognitive Enhancement)

2) Ein Abkömmling des romantischen Reflexes gegen die Kultur ist übrigens der erst Rousseau'sche, dann marxistische und dann schließlich Freud'sche Gedanke der Entfremdung: Wann immer wir etwas "entgegen der Natur" tun, kommt es wie ein Bumerang zu uns zurück und schlägt mit voller Wucht seiner ungewollten Nebenwirkungen auf uns ein. Das passiert in der Tat oft, ist aber kein Argument gegen den Fortschritt, sondern nur gegen unsere kurzfristige Denkweise.

3) “We know that neuroscience research has the potential to deliver great social benefit — researchers come closer every day to finding effective treatments for diseases and disorders such as Parkinson’s, depression, schizophrenia, epilepsy and addiction. However, understanding of the brain and human behaviour coupled with developments in drug delivery also highlight ways of degrading human performance that could possibly be use in new weapons, especially incapacitating chemical agents." (Danger Room: Neuroscientists to Top Brass: Mess With Minds… Carefully)

Viele Ideen zu diesem Artikel kommen von Ross Andersens Why Cognitive Enhancement Is in Your Future (and Your Past).

Kommentare:

  1. Also mir macht der Artikel mehr Angst als Hoffnung...
    Ich bin der Meinung, daß uns mehr Herz und weniger Verstand deutlich mehr bringen würden, als noch mehr Verstand.

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  2. Zum einen stimme ich Jan ganz deutlich zu - unsere Welt braucht nicht noch mehr Verstand, als sie schon hat. Wir wären erst einmal alle besser damit beschäftigt, unseren Verstand verantwortungsvoller einzusetzen, als es bislang der Fall ist.
    Zum zweiten frage ich mich, was "richtiger Gebrauch" ist und wo entsprechende Studien zu Nebenwirkungen bei "richtigem Gebrauch" zu finden sind. Selbst wenn diese überzeugend wären, liegt das offensichtliche Argument auf der Hand: man kann Amphetamine, in welcher Form auch immer, auch sehr leicht "nicht richtig" gebrauchen - und dann sieht die Liste der Nebenwirkungen schon ganz anders aus.
    Ob wir mehr schlaflose, unruhige, nervöse und appetitlose Menschen brauchen, sei mal dahin gestellt.
    Und nein, ich bin kein ausgemachter Gegner von Amphetaminen, sondern gebrauche diese gelegentlich selbst, allerdings halte ich vom gezielten Hirn-Doping bewussten Abstand, weil ich denke, dass diese Substanz im Alltag nicht viel verloren hat und ich mir bei Gebrauch im Alltag Sorgen ums Suchtpotential mache.

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  3. Hallo, danke für den Kommentar.

    Ich bin beim letzten Kommentar enorm erstaunt: Zu sagen, dass man gelegentlich selbst Amphetamine gebraucht und sich auf der anderen Seite gegen ihren Einsatz im "Gehirn-Doping" auszusprechen, ist geradeheraus widersprüchlich. Denn nichts anderes ist der gelegentliche Gebrauch von Amphetaminen, mal vorausgesetzt, es gibt keine medizinische Indikation. Wozu gebraucht man denn gelegentlich Amphetamine, wenn nicht, um damit eine Veränderung der Gehirnfunktionen herbeizuführen? Nichts anderes machen die "dopenden" Studenten vor einer schweren Prüfung. Sie nehmen es ja nicht jeden Tag, z.B. um schneller ihren Weg durch die Supermarkt-Labyrinthe zu finden.

    Ich denke schon, dass unsere Welt noch mehr Verstand braucht. Es zeigt sich immer wieder, dass viele wichtige Entscheidungen nur mit kurzfristigem und egoistischen Nutzen im Auge getroffen werden und nicht durch verständige Analysen an die Notwendigkeiten rückgebunden werden. Das ist so in unser aller Alltag, aber eben auch, wenn Nationen entscheiden, in Kriege zu ziehen oder wirtschaftspolitisch tragische Entscheidungen treffen. Verstand kann man nie "zu viel" haben, zu wenig Herz und Verstand allerdings schon. "Unseren Verstand verantwortungsvoller einzusetzen", ist im Grunde nichts anderes, als mehr Verstand zu zeigen.

    "Ob wir mehr schlaflose, unruhige, nervöse und appetitlose Menschen brauchen, sei mal dahin gestellt." Wer würde so etwas behaupten? Das muss man tatsächlich pharmakologisch anständig untersuchen. Es gibt ja schon lange Medikamente mit Amphetaminen, aber leider ist es tatsächlich immer noch so, dass die Wirkungen in all ihren Dimensionen nicht zufriedenstellend geklärt sind. Aber wie gesagt: Die Realität wartet darauf nicht. Wir werden die Risiken eingehen. Sie, lieber anonymer Kommentator, machen es ja jetzt schon ;)

    Aber der chemische Aspekt ist nur einer von vielen... Fakt ist, dass die Menschheit ihre intellektuelle Kapazität durch vielerlei Hilfen (angefangen vom Essen tierischer Proteine) immer schon erweitert hat und wir werden jetzt damit nicht plötzlich aufhören.

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  4. Hallo Leute,

    Whow, das klingt ja interessant...

    Mal im Ernst: Aspirin ist nicht ungefährlich, wenn es regelmäßig eingenommen wird. Magenschleimhaut adé und ich glaube auch geringere Blutgerinnung sind die Folge.

    Dauernutzungsfolgen sind immer erst später festzustellen.

    Aber: Ist denn die Leistungsfähigkeit zu jeder Minute wichtig, oder ist es besser, den eigenen Biorythmus zu nutzen. Jede/r weiss doch selbst, wann er sein Leistungshoch hat.
    Ansonsten: Nicht dauernd denken, sondern gezielt und analytisch wenn es wichtig ist.
    Siehe Rolf Dobelli, 52 Denkfehler.

    Im Porsche von Köln nach München fahren bringt nix, wenn es nach Hamburg gehen sollte.

    frische Inselgrüße
    Jörg

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  5. @ Jan: Richtig, der Verstand ist ein verdammter Fluch!

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  6. "Wie die meisten vernünftigen Menschen habe ich eine natürliche Scheu davor, mir irgendwelche Pillen einzuschmeißen, wenn es nicht unbedingt nötig ist." - Vernünftig, aber: (medizinisches!) Amphetamin, wovon hier die Rede ist, ist zwar natürlich nicht ohne Grund verschreibungspflichtig, vor allem aber wird es nicht ohne Grund verschrieben.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass es Menschen gibt die dieses Medikament wirklich brauchen, und die Verallgemeinerung zum "Doping" ein ganz kleines bisschen diffamierend ist. (So habe ich entsprechende Kommentare von Lehrern etc. jedenfalls in meiner Schulzeit meist aufgefasst..)

    Und sollte die Menschheit sich, wann auch immer, zwischen Herz und Hirn entscheiden müssen, würde ich doch wohl Hirn empfehlen. Meistens ist doch eher das Hirn der Problemlöser der durch das Herzen entstandenen Probleme als anders herum ;)

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    1. Seh ich auch so! Deswegen auch der Titel: "Warum unsere Zukunft im Hirn-Doping liegt".

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