Make Amerika Fail Again
Was wird denn nun aus der Amerika-First-Politik? Kommt er wohl noch, der amerikanische Faschismus? Oder wenigstens nationaler Wohlstand in den USA? Wohl eher nicht. Kurz gesagt sehen wir in der US-Regierung eine immense Schludrigkeit, lauter gescheiterte Projekte, alles komplett unprofessionell und clownesk. Beispiele:
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| "The Wheels have come off the Clown Car" (KI-generiert 2026) |
- Trumps Zölle haben vor allem bewirkt, dass sich Handelspartner abwenden und unter der Umgehung der US zusammenschließen. Ansonsten werden nur die Produkte für die US-Bürger teurer und der oberste Gerichtshof verbietet die Praxis. Riesen Durcheinander, 166 Milliarden Dollar müssen rückabgewickelt werden, keiner weiß, wie es jetzt intern und auf der Weltbühne weiter geht.
- Trump startet mit Israel einen Krieg im Iran und hinterher sind alle schlechter dran (weltweite Energiekrise, Iraner mehr als zuvor unterdrückt), außer das iranische Regime selbst, das jetzt noch fester im Sattell sitzen soll. Vorher keine Informationen an Partner und Verbündete, keine Strategie und jetzt schludrige Verhandlungen ohne Ergebnisse, die der Iran sichtlich auskostet.
- Ansonsten sind die USA außenpolitisch plötzlich dafür bekannt, Autokraten wie Bolsonaro, Orban und Putin zu unterstützen, Grönland und Kanada annektieren zu wollen und eben mal schnell Venezuela und demnächst vielleicht Kuba zu überfallen. Hat alles außer Chaos, Kopfschütteln und vor den Kopf gestoßene Verbündete wenig gebracht; selbst in Venezuela ist das Regime das bisherige.
- Trump verkündet im Wahlkampf, dass die ganze Epstein-Sache aufgeklärt wird. Das Justizministerium bringt Hafterleicherungen für die angeklagte Mittäterin, niemand wird angeklagt und Pam Bondie, die Justizministerin wird vom Kongress verhört und dann gefeuert. Letztlich bringt ihn das schludrige Vorgehen persönlich in Schwierigkeiten. Seine MAGA-Basis verliert den Glauben an ihn. Das Problem bleibt virulent und Trumps Frau Melania rückt sich selbst plötzlich in die Schusslinie. Das wird noch spannend.
- Der FBI-Chef Kash Patel und Verteidigungsminister Keith Heckseth tun sich immer wieder durch für die Informationssicherheit gefährlichen Gebrauch von Social Media Apps hervor (Signal Gate), feuern die wichtigsten Experten und Generäle mitten im Krieg und stehen außerdem wegen exzessiven Alkoholkonsums, Missbrauch der Gelder ihrer Behörden und Ministerien und kruder relegiöser oder verschwörungstheoretischer Äußerungen in der Kritik.
- Der Gesundheitsminister Kennedy Jr., bekennender ehemaliger Koks- und Heroin-User, ist immer wieder als Impfgegner und Skeptiker gegenüber der Wissenschaft hinsichtlich mentaler Krankheiten u.ä. aufgetreten. Ständig kommen weitere Ekeldetails ans Licht, zum Schluss, dass er überfahrene Waschbären, Bären und sogar tote Wale verstümmelt und zum teil verspeist.
- Trump bricht in Texas und drei weiteren Staaten eine neue Zuschneidung von Wahlbezirken übers Knie. Die Hoffnung ist, die nächsten Wahlen dadurch doch knapp gewinnen zu können. Das bringt den Republikanern insgesamt acht zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus. Die Demokratensetzen sich zur Wehr und ziehen in Kalifornien, Virgina und Utah nach und erhalten 10 zusätzliche Sitze. Nun sind selbst die Republikaner sauer, weil es außer viel Streit gar nichts gebracht hat. Im Gegenteil, die kommenden Zwischenwahlen werden den Republikanern starke Verluste einbringen und ihnen das Regieren weiter vermasseln.
Trump selbst ist das größte Problem der Republikaner
Und das sind nur so ein paar Beispiele, da ließe sich weitaus mehr finden. Trump ist äußerst unbeliebt, verliert sogar Zustimmung in seiner MAGA-Basis. Und in der Zwischenzeit muss er als Präsident solche Sätze wie "Ich bin kein Pädophiler" in Fernsehinterviews sagen. Schwierig für ein Land, wenn sein Präsident, bekannt als "pussy grabber" und enger Freund Epsteins, so etwas sagen muss.
Das größte Problem der Republikaner ist, dass es Trump wohl völlig egal ist, was mit dieser Partei und ihren Vertretern geschieht. So lange er durch Immunität geschützt ist, kann er herrschen, stehlen und sich in Freiheit halten. Darum geht es ihm, nicht um Politik oder die USA und schon gar nicht um die Partei. Mit anderen Worten, von dieser Clownstruppe ist wohl nichts weiter mehr zu erwarten als anhaltende Zerstörung von Normen und Instistutionen. Wenn man sich das katastrophale Vorgehen Trumps ansieht, entdeckt man ein ziemlich klares Strukturmuster:
- Maximalistische Ankündigung (Zölle, Krieg, Druck, Angeberei)
- Unklare, schludrige und inkompetente Umsetzung (Zölle, Gaza, Iran, Ukraine,)
- Institutionelle Gegenreaktion (Gerichte, Partner, Märkte)
- Ergebnis: weniger Kontrolle als vorher, große globale Unsicherheit
Gescheiterte Wanne-Be-Faschos
Meanwhile... steigen die Benzinpreise in den USA, die Krankenkassenbeiträge, vermeidbare Infektionen greifen um sich, US-Bürger werden von Grenzschützern auf der Straße erschossen, die Bauern und Industrie leiden unter den durchtrennten Lieferketten. Eine absolute Stümperei, für die – wenn man so in einer Firma "herrschen" würde – jeder Geschäftsführer gefeuert würde. In Trumps Truppe gibt es wohl nur wenige Menschen, die wirklich diszipliniert und engagiert am Ende der Demokratie arbeiten, mir fallen v.a. JD. Vance und Setphen Miller ein. Der Rest, so drückt sich Timothy Snyder aus, ist zu gierig und zu faul, um die einstigen Pläne umzusetzen:
"[...] den Faschisten ging es doch nicht ums Geld, oder? So etwas gab es bei ihnen nicht. Diese Typen hier sind anders. Sie haben zwar faschistische Momente, aber sie sind abgelenkt von dem Wunsch, sagen wir mal, unglaublich reich zu sterben. Faschisten wussten, dass sie Kriege gewinnen mussten. Und diese Typen hier – ich meine, sie reden zwar gern vom Gewinnen, aber sie haben nicht die Fähigkeit, darüber nachzudenken, was es wirklich bedeutet, einen Krieg zu gewinnen. Der Vergleich mit dem Faschismus ist da schon hilfreich, aber im Grunde sind diese Typen gescheiterte Faschisten. Sie wollen, dass andere die Arbeit des Faschismus für sie erledigen. Sie wollen delegieren. Sie wollen sich in Szene setzen und angeben, aber den Rest wollen sie nicht machen." (Timothy Snyder in: How Trump's Grift Makes Him a Failure)
Ja, es geht um Einfluss, reich werden/sein/bleiben und – was den Rest der Welt angeht – um Donald Trumps Gemütslage.
"Es geht ihm einzig und allein darum, seinen eigenen psychischen Zustand zu kontrollieren. Und wir alle sind nur Spielfiguren in diesem Drama, in dem Trump seine eigene emotionale Stimmung reguliert." (Dr. John Gartner auf YouTube)
Das ist für die gesamte Menschheit eine Katastrophe: Kriege werden angefangen, Menschen sterben, Autokraten werden weltweit unterstützt, Umweltschutz wird zurückgedreht, eine weltwirtschaftliche Krise droht. Und all das wegen Donald Trumps Egomanie. Das ist alles wahr, aber aus dem wirklich reaktionären, christlich-fundamentalistischen und nationalistischen Traum von Stephen Miller und JD. Vance wird wohl in dieser Amtszeit dennoch nichts.
Das passt dazu:

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