Geist und Gegenwart

Erkenne dich selbst. Der Rest kommt (fast) von allein.

16. März 2026

Warum der Don jetzt Schuhe verteilt

Mindestens eine Nummer zu groß

Unsere Medien berichten professionell über die USA, über das White House und über den derzeitigen US Präsidenten, als ob man über das, was dort geschieht, professionell berichten könnte. Sie sagen Dinge wie, "der Präsident hat entschieden", "eine Pressemitteilung aus dem Weißen Haus lässt wissen" oder "Trump fordert von der NATO..." Klingt alles nach normaler Politik, nach "normal". 

Selbst über eine neue Merkwürdigkeit aus dem Weißen Haus berichtet das ZDF zwar leicht zwinkernd, aber immer noch, als sei es lediglich eine amüsante Randnotiz: Donald Trump verteilt offenbar Schuhe im Kabinett.
 

Eine Nummer zu groß für euch? (KI-generierte Illustration, erstellt 2026)

13. März 2026

Hai oder Elektrischer Stuhl?

Eine Anekdote von Donald Trump

(Mehr Anekdoten? Ja. Und warum? Hier entlang >>)

Lieber auf den Elektrischen Stuhl (KI-generierte Illustration, erstellt 2026)
 

Ich war bei einer Bootsfirma in South Carolina. Ich fragte: "Wie läuft’s?" Der Inhaber meinte: "Es gibt ein Problem, Sir. Die wollen, dass wir nur noch Elektroboote bauen." 

2. März 2026

KI, mein Onkel am MIT und der Unabomber

Eine Anekdote von Donald Trump

(Mehr Anekdoten? Ja. Und warum? Hier entlang >>

Als ich das erste Mal von Künstlicher Intelligenz hörte... wisst ihr, das ist nicht so mein Ding. Mein Onkel war zwar am MIT, einer der großen Professoren, 51 Jahre lang, oder so. Er war der dienstälteste Professor in der Geschichte des MIT. Drei Abschlüsse in Nuklear, Chemie und Mathematik. Ein wirklich kluger Mann.

Kaczynski war einer seiner Studenten. Kennen Sie Kaczynski? [Auch bekannt als Unabomber, weil er Paketbomben an Universitäten und Fluggesellschaften (universities ’nairlines) schickte und damit 3 Menschen tötete und viele weitere verletzte.] Zwischen einem Wahnsinnigen und einem Genie gibt es kaum einen Unterschied. Aber Kaczynski... ich fragte meinen Onkel: "Was für ein Student war er, Onkel John?“ Dr. John Trump.

Er antwortete: "Was für ein Student? Ein wirklich guter. Er hat ständig alle um ihn herum korrigiert, jeden." Aber das lief dann nicht so gut für ihn. Nicht so gut. Aber so ist das Leben. Ich sage euch eins: Wir haben die klügsten Köpfe, wir haben die größte Macht, und wir werden noch mehr Elektrizität für Künstliche Intelligenz haben. 

 Donald J. Trump, 15. Juli 2025, Rede beim ersten Pennsylvania Energy and Innovation Summit 

Faktencheck: Die Identität des Unabombers war zu Lebzeiten von John G. Trump unbekannt. Dr. Trump starb 1985. Ted Kaczynski wurde erst 1996 – elf Jahre nach Dr. Trumps Tod – als Unabomber identifiziert und verhaftet. Folglich konnte Dr. Trump nicht wissen, dass Kaczynski der Unabomber war, um ihn mit Donald Trump unter diesem Namen zu erwähnen. Ebenso wenig hätte Donald Trump einen Grund gehabt, seinen Onkel nach einem anonymen, noch nicht gefassten Flüchtigen zu fragen.

Das passt dazu:

  • Creedmoor: Bösartiger Stahl
  • Hai oder Elektrischer Stuhl? 
  • Donald Trump ist ein Politroboter aus der Zukunft 
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    19. Februar 2026

    Fiesta oder Nostalgie

    Wenn der Kapitalismus gegen Nationalromantik gewinnt

    Die vieldiskutierte Half Time Show des Super Bowls 2026 hat eine Sache auf den Punkt gebracht, die latent auch vorher zu beobachten war: Menschen vor die freie Wahl gestellt, mögen Spaß, sie wollen es bunt, sie wollen lieben, singen, tanzen, lachen. 

    Fiesta / Nostalgie: Together we are America (KI-generierte Illustration, erstellt 2026) 

    Dann gibt es Antagonisten, die so viel gute Laune gar nicht mit ansehen können. In dem Beispiel der Half Time Show war die eine Seite unter dem Motto "Together we are America" repräsentiert durch den Spanisch singenen Superstar Bad Bunny und seine Abermillionen Fans in den USA und auf der ganzen Welt. Die andere Seite war repräsentiert durch den "Trumpismus". Seine Anhänger auf Fox News und anderen rechten Kanälen hatten schon früh genörgelt, was aus dem uramerikanischen Event geworden sei, dass man dort nun Spanisch sänge, das verstehe doch niemand und überhaupt alles dekadent und unamerikanisch. 

    5. Februar 2026

    Simone Weils radikales Zeitmodell

    Warum das Leben in Phasen biologisch sinnvoll ist

    Ein Text von Sara Theimann

    Simone Weil (Fotograf unbekannt, Public Domain)


    Es war 1934, als die Philosophin Simone Weil eine Entscheidung traf, die ihre Zeitgenossen verstörte. Die brillante Intellektuelle, die an der Elite-Universität lehrte, verließ den Hörsaal – nicht für ein paar Wochen, sondern für ein ganzes Jahr. Sie nahm eine Stelle in einer Fabrik an. Nicht als Forscherin, nicht als Beobachterin. Sie arbeitete an der Stanze, am Fließband, mit blutenden Händen und erschöpftem Körper. Es sollte nicht das letzte Mal in ihrem Leben sein, dass sie als "Ungelernte" in der (Elekto-, Metall- und Auto-) Industrie arbeitete. "Warum tut sie das?" fragten ihre Kollegen. 

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