16. Juni 2011

Zufriedenheit im individuellen und gesellschaftlichen Leben

Eine Leserin stellte folgende Frage an mich: "Ist Zufriedenheit der Schlüssel zu einem glücklichen und erfüllten Leben? Und welche Eigenschaft ist am Menschen die wünschenswerteste, in Bezug auf den Menschen selbst und die Gesellschaft?"

Nachhaltiges Leben seit 1854: Thoreau's Cove in Massachusetts

Gefahr der Zufriedenheit
Zufriedenheit verstehe ich im Zusammenhang von Genügsamkeit und damit als Fähigkeit, mit dem im Leben auszukommen, was einem gegeben oder erreichbar scheint ohne dem ständigen Verlangen nach mehr ausgesetzt zu sein. Ein Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist das alleine nicht. Solche Genügsamkeit birgt offensichtlich die Gefahr, dass man mit sich und seinem Leben zufrieden ist, obwohl man sein eigenes Potential noch nicht ausgelotet oder gar verwirklicht hat. Einwänden könnte man dagegen: "Was soll's? Wenn man damit zufrieden ist, dann ist es doch gut." Und das stimmt auch, wenn die Zufriedenheit eine selbstbestimmte ist und keine, die einem eingeredet wurde und die doch mit tieferen Wünschen der Psyche kollidiert. Im Guten wie im Schlechten sind wir hervorragend dazu in der Lage, uns etwas einzureden. Wenn ich heute zufrieden bin, dann heißt das nicht, dass ich nicht im Alter all die versäumten Chancen bereue. All die Länder nicht besucht, die Menschen nicht geliebt und die Herausforderungen nicht angenommen zu haben - solche späte Reue würde nicht auf ein erfülltes Leben hinweisen.

Zufriedenheit als ein Baustein zum Glück
Trotzdem haben Menschen immer auch den Ansatz der Genügsamkeit verfolgt, um zu einem glücklichen Leben zu kommen: In der Antike beispielsweise die Stoiker, dann religiöse und nicht-religiöse Asketen und heute ist der Minimalismus als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft zum Trend geworden. Ich sehe sehr gute Argumente dafür, dass Zufriedenheit und Genügsamkeit eng mit der Fähigkeit zum Glück im eigenen Leben verbunden sind.

Denn es sind tatsächlich Fähigkeiten, die man lernen und trainieren kann, die aber uns, wenn wir in der auf wirtschaftlichen Wachstum ausgelegten Gesellschaft sozialisiert werden, nicht selbstverständlich mitgegeben werden. Was uns statt dessen vorgelebt wird, ist das Primat von Status und das Streben nach Materiellem, nach Besitz. Wir benötigen zum einen ein ausgeglichenes soziales Umfeld und zum anderen einen erhöhten Reflexionsaufwand, um die Fähigkeit zu Genügsamkeit zu erlernen und zu praktizieren. Und da wären wir zurück bei den Stoikern der Antike:

Nur ein lebenslanges Bemühen um Selbstformung, das auch den Herausforderungen von Schicksal und mitmenschlichem Umfeld standhält, schafft Aussicht auf die Seelenruhe des stoischen Weisen. Voraussetzung dafür ist eine ausgeprägte Affektkontrolle, die zur Freiheit von Leidenschaften (Apathie), zu Selbstgenügsamkeit (Autarkie) und Unerschütterlichkeit (Ataraxie) führen soll. (Wikipedia)

Hier ist die Verbindung zum Lebensglück hergestellt: Selbstformung, Affektkontrolle und Selbstgenügsamkeit, ja sogar die Freiheit von Leidenschaft galten den Stoikern als Voraussetzung zum Glück. Das scheint uns heute sicher zu extrem. Dem Grundgedanken können wir aber sicher zustimmen: Wer kein Genug kennt, seinen Impulsen ungehemmt nachgeben muss und immer dem nächsten Versprechen hinterherrennt, der wird es nie zur Zufriedenheit bringen, dem fehlt die Fähigkeit zum Lebensglück.

Ökologische Erwägungen
Um zum zweiten Teil der Frage zu kommen: Es ist bestimmt kaum möglich, die eine Eigenschaft des Menschen zu nennen, die gesellschaftlich gesehen die wichtigste ist. Für viele ist es Liebesfähigkeit, für andere Neugierde und für wieder andere vielleicht Ehrlichkeit. Die zehn christlichen Gebote sind ja schon ein ziemlich umfassender Ethik-Katalog. Aus rein ökologischen Gründen werden wir aber in Zukunft wirklich nicht an Zufriedenheit und Genügsamkeit vorbeikommen. Vielleicht müssen wir sie sogar gesetzlich etablieren, wenn wir als Gattung überleben wollen.

Intuitiv verstehen wir alle, dass das wirtschaftliche Streben nach immer mehr an totale Idiotie grenzt. Wenn eine Firma oder ein Land nur weniger schnell wächst, als im Jahr oder gar Quartal zuvor, ist das ein Problem. Das ist Wahnsinn! Unser Verhalten ist infantil, kindisch. Wir als Menschheit werden erwachsen werden und begreifen müssen, dass es nicht immer mehr auf ewig geben kann. So wie ein Kleinkind im Supermarkt neben seinen Eltern lernen muss, dass es nicht alle Süßigkeiten mitnehmen kann, weil dafür das Geld nicht reicht, müssen wir lernen, dass auch unsere Ressourcen begrenzt sind. Wir müssen uns begnügen und eine Zufriedenheit auf niedrigerem Niveau erreichen (z.B. beim Verbrauch von Energie, Bodenschätzen, Ausbeutung von Mensch und Tier).

Wie gesagt: Wir wissen, was wir zu tun haben, wir tun es nur nicht. Wir haben noch nicht gelernt, unserer Erkenntnis gemäß zu leben. Hoffnung sehe ich aber in solchen Bewegungen wie "Down Shifting" oder Minimalismus. Sie bereiten den Weg für die gesellschaftliche Akzeptanz von Genügsamkeit und Zufriedenheit. Sieht man sich z.B. die Entwicklung der Grünen in Deutschland an, dann ist die Hoffnung nicht unbegründet, dass auch die Vorstellungen von alternativen Spinnern und Turnschuhträgern irgendwann Eingang in die Gesetzgebung finden. Denn da dürfen wir uns nichts vormachen: Ohne dass die Legislative die gewünschten Normen in Wirtschaft und Gesellschaft zwingend etabliert (siehe z.B. Banken oder Energiekonzerne), wird es keine breite Veränderung geben.



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Kommentare:

  1. Der Artikel gefällt mir. Deckt sich allerdings (nach dem ersten Lesen) in weiten Teilen mit meiner eigenen Meinung.
    Allerdings, ein ulkiges Bild haben Sie da ausgesucht: ein graues, grobkörniges, leeres. Sieht so für Sie Nachhaltigkeit aus? ;-)
    Dann muß doch noch ne Meinung los werden: Begrenzte Ressourcen heißt für mich nicht zwangsläufig begrenzter Spaß. Meist werden die vorhandenen Möglichkeiten ja gar nicht ausgenutzt, oder auch nur ausreichend erkundet - für so etwas bleibt ja keine Zeit. Denn kaum erwirbt man etwas, lockt schon ein Update. Diese Gefühl habe jedenfalls ich. Wenn das so ist, dann wären wir nur Konsumenten. Wir würden keine Werkzeuge (zur Gestaltung unseres Lebens) erwerben, sondern ständig nur "dem nächsten" hinterherhetzen und wahrscheinlich ganz erstaunt sein, weil unsere hundert Jahre um sind und wir noch gar nicht zum Wesentlichen gekommen sind: zum aktiven gestalten.
    Im privaten wie gesellschaftlichen, im großen wie im kleinen Rahmen.
    Übrigens, "Gesellschaft" ist für mich ein recht nebulöses Wort, man meint meist die (doofen) anderen. Ich bin ehrlich: ich kann mir keine genügsame Gesellschaft vorstellen. Ich glaube so etwas gibt es nicht. Außer im Film "Avatar". Wobei man sehen muß das unsere Menschenmasse in Bezug auf den verfügbaren Raum einfach auch unglaublich viel größer ist als bei den blauen Wilden im Film. Und wenns eng wird, wirds sowieso ungemütlich. Dann entdeckt jeder die eigenen Agressivität.
    Ist dieses "Updatehinterhergerenne" und ständig "dasNeuestehabenwollen" nicht nur die vorweggenommenen Antwort auf die Angst vor Enge (im übertragenen Sinn)? Sozusagen "Wettrüsten" auf Vorrat, falls mal "der Ernstfall eintritt"? Und da ein greifbarer Feind für den einzelnen nicht in Sicht ist ("Erderwärmung, Terrorismus und so, das ist ja alles so theoretisch, so weit weg"), wird eben auf Verdacht in alle Richtungen gerüstet. Das gipfelt dann in hochgebirgsausrüstungtragende Stadtschlaffis, die in schmutzabweisenden Allwetterklamotten mit ihren achsotollen Mediengeräten die blankgeputzten Bürgersteige verstopfen. An der diffusen Angst sind natürlich "die Medien" schuld. ;-)

    Weißte welcher Gedanke mir gerade kam? Wie wäre es, wenn der Mensch im Persönlichen genügsam wäre und gesellschaftlich zum Höchsten (im Sinne von Gemeinwohl) streben würde?

    Es grüßt
    Frau Riske

    PS: Bezüglich Ihres letzten Absatzes: ich denke eine Änderung der Normen vom kleinen (privaten) zum großen ("Legislative") ist wahrscheinlicher als umgekehrt. Obwohl natürlich die Energiekonzerne etc. dann so tun werden, als würden SIE die Normen setzen. Aber das ist ja nur Teil des Spiels, des "Gesichtwahrens". Wäre mir egal, Hauptsache ist, das sie sich bewegen.

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  2. Oh, und vielen lieben Dank das Sie sich meiner Fragen angenommen und sie so schnell haben! Mit besten Grüßen!

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  3. Zufriedenheit ist keineswegs ein Dauerzustand, jedenfalls kein empfundener. Heute kann ich mit was auch immer, einer Sache, einem kurzfristigen Entschluss, mit einem Zustand meiner Sozialisation zufrieden sein. Nach einiger Zeit ändere ich vielleicht mein Vorhaben und der zuletzt als zufrieden empfundene Entschluss stellt sich in diesem Moment als Ungunst dar ( was nicht heißen soll, dass dieser sich seiner Zeit nicht gut anfühlte oder wertlos war, ganz und gar nicht).
    Wir Menschen entwickeln uns im Laufe unseres Lebens, gucken mal rechts, mal links, starrsinnig geradeaus und wenig zurück. Im Zurück liegt die Reflexion, die haben wir nicht so gerne, der IST-ZUSTAND überkommt uns. Der IST-ZUSTAND ist meist von aussen geprägt- da bleibt nicht viel Zeit um zu bedenken, und Prioritäten fallen dann und wann sowieso durchs Raster. Somit kommen wir zu neuem Verlangen, zu "noch etwas dazu".
    "Noch etwas dazu" macht uns reicher (in immatrieller Hinsicht), ein natürlich verankertes Interesse, nicht die Zurückhaltung der Zufriedenheit in Beton gegossen. Offenheit und Neugierde sind auch Instrumente der Lebenserhaltung, das wecken von Impulsen, die uns wiederum zufrieden machen können für die darauf unbestimmte Zeit.
    Da wir in einer Luxusgesellschaft leben, kommen uns die Bausteine unserer Existenz in erfundener Angst entgegen. Das ist vollkommen unbedacht - in Hinsicht auf Zufriedenheit und Glück, wenn dies ein wirklicher, kein künstlicher Dialog ist, dann einfach mal ausschnappen, in der Unwichtigkeit seiner selbst landen und die eigene momentane Wirklichkeit orten.
    Im Summe nimmt sich die gesammte Gesellschaft nich sehr viel. Wir verhalten uns nicht ausserordentlich anders als Generationen vor uns, nur müssen wir durch die vorwiegent geistige Beschäftigung und das ständige Wohlsein im Vergleich zur Argrargesellschaft körperliches Verlangen ausballancieren. Das geschieht oft durch Grübelei oder im Fitnesswahn. Das ist auch normal und Zufriedenheit ist auch normal und die nicht vorhandene Reflexion ist normal und ein Stück Zurücknahme mit dem Bewusstsein, wi sich momentan Dinge ineinaner fügen - alles NORMAL - IM EINZELNEN - IN DER SUMME.
    (S.Z.)

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  4. Vielen Dank für die Kommentare.

    Ich glaube eigentlich nicht, dass Konsum aus solch diffuser Angst geschieht, jedenfalls nicht vornehmlich, höchstens wenn alle losrennen und Konserven kaufen, weil der Weltuntergang bevorsteht. Vielleicht hast du Recht, dass die angebliche Enge daran Schuld ist - da will man sich abgrenzen, sich herausheben. "Im Persönlichen genügsam und gesellschaftlich zum Höchsten" ist doch ein schöner Schlachtruf.

    Stimmt, Zufriedenheit ist kaum ein dauerhafter Zustand, er muss immer wieder hergestellt werden, bzw. unter ständiger Beobachtung (die "Selbstformung" der Stoiker) aufrechterhalten werden. Es mag auch Menschen geben, die wie Zen-Master so in einen zustand eintrainiert sind, dass sie ihn wie von selbst, anscheinend mühelos aufrecht erhalten können.

    Interessant, dass du sagst, der "Ist-Zustand" überkommt uns. In gewisser Hinsicht fände ich das Wünschenswert, wenn nämlich ganz bewusst im "Ist-Zustand" gelebt würde. Nach meiner Beobachtung leben wir vielzusehr in der Zurückschau (oft gepaart mit Reue) oder in der Vorschau auf die Zukunft (oft gepaart mit Angst).

    Ich glaube, das "Ausschnappen" und in der Unwichtigkeit seiner selbst landen, ist auch einer der Bausteine zum Glück. Ich habe einen Kollegen, der isst am Tag 6 Eier und 3 Steaks, dazu Eiweißpulver und was sonst so rumliegt. Dann geht er ins Fitness-Center, um Muskeln aufzubauen. Beim gemeinsamen Mittagessen, mache ich mich immer über ihn lustig und frage ihn: "Warum glaubst du eigentlich, dass es gerade von dir 90 kg in diesem Universum geben soll, wenn doch 70 kg von dir mit viel weniger Aufwand und Tierkonsum ausreichen würden?" Da lacht er nur und sagt: "Dass verstehst du nicht!"

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  5. "Das verstehst du nicht!" ist ja ne süße Antwort. Was sagt er denn, wenn Du ihn darum bittest es Dir zu erklären?

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  6. Ich glaube, das ist nur eine Verlegenheitsantwort. Und es stimmt: Ich verstehe es ja wirklich nicht so richtig. Vielleicht ist es eine Sucht oder die Gewohnheit, ein Zwang. Was weiß ich. Er sagt, er fühle sich wohler damit.

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  7. Warum er das macht? Als Selbstbestätigung - damit er sich wohler fühlen kann, damit er zeigen kann.
    Um wieder in die alte Masche zurückzufallen, um zu kompensieren.
    Vielleicht macht es ihm auch einfach Spaß, vielleicht bringt es Gleichgewicht, Erholung, ein Ziel.
    Wir brauchen Ziele, wir brauchen einen Faden, und wir suchen nach unserem Faden.

    Mens sana in corpore sano.

    Und ja, ich meine auch, dass wir zu viel damit beschäftigt sind, in der Vergangenheit festzustecken oder die Zukunft zu denken.
    Reflexion findet schon statt.
    Nur ist Reflexion nicht gleich Reflexion.
    So schlimm es für manch einen klingen mag - ohne jetzt Anstoß für die Richtigkeit von Unterdrückung zu geben - wir Menschen sind nicht gleich, so auch nicht das Potenzial des Individuums.
    Damit müssen wir leben. Ich würde fast sagen, dem Großteil der Menschen fehlt die Fähigkeit zu einer bestimmten Art der Reflexion.

    Ob sie es nicht gelernt haben oder ob sie dazu de facto nicht in der Lage sind - das ist wiederum ein anderer Punkt.

    MfG

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  8. Alebri, danke für deinen Kommentar!

    Ja, ich will da auch gar nicht urteilen, jeder soll machen, was ihm gut bekommt, solange dabei nicht andere geschädigt werden. Ich bin selbst ziemlich extrem, wenn es um ausgeübten Sport geht. Der Punkt, der mir nur absurd vorkommt, ist sein eigenes Körpergewicht künstlich und mit hohem Aufwand und Ressourcenverbrauch um 20 - 25% höher als normal zu halten.

    Guter Punkt: Wir sind nicht gleich! Die Fähigkeit zur Reflexion hat aber doch jeder Mensch, würde ich sagen. Bei Nichtgebrauch verkümmert sie vielleicht wie ein Muskel, der nicht gebraucht wird. Aber lernen und trainieren können wir alle.

    Für mich wäre genau das der Punkt: Wenn ich nur eine Sache erreichen könnte, dann würde ich gerne, dass Menschen mehr innehalten und über sich selbst reflektieren. Nicht unbedingt in der Vergangenheit oder Zukunft und schon gar nicht negativ ("Was mache ich falsch?"), sondern eher: "Wer bin ich? Was will ich? Was sind meine Stärken? Wie kann ich helfen?"

    Ein schönes Wochenende!

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  9. Diese Fragen: "Wer bin ich? Was will ich? Was sind meine Stärken?", sind das nicht in uns verankerte basale Voraussetzungen, um überhaupt in der Gesellschaft einen Platz einzunehmen? Könnte es sein, dass uns durch Entzug von Verantwortung über unser Leben an sich grundlegende Voraussetzungen abhanden gekommen sind?
    Ich vergleiche gern; zu o.g. fällt mir der Fordismus ein. Arbeitsteilung und Massenproduktion am Fließband. Kaum jemand sah noch durch, wie ein kompletter Betrieb mit Verwaltung, Produktion, Verkauf u.s.w. funktionierte. Heute bewegen wir uns auf einem "noch" höheren Niveau. Der Verwaltungsbetrieb bestimmt mit Hilfe verschiedener Medien unser komplexes Dasein. Das ist weniger gut, das schafft wenig Transparens. Mangelhaftes Komplexitätwissen macht auch aus, dass wir uns als Individuen, kaum einzuordnen wissen. Uns fehlt so ein Stück an Authenzität, ein rundes Bild (dass, was wir aus Effektivitätsgründen vernichtet haben). Dies wäre wichtig für diejeniegen, die sich von Natur aus oder aus ihrem Hintergrund schwer tuen mit der Reflexion.
    Die Gesellschaft in eine Strömung, die auf Vernunft aufbaut zu bewegen, scheint ein kompliziertes Unterfangen zu sein - ABER - ES WIRD - ich glaube daran. Eine Wandel ist zumindest, so sieht man und liest man, im Interesse der Gesellschaft verankert.
    Im "Kleinen", im durch Sphären getrennten Leben sind einfache Grundbedürfnisse; die Erkenntnis, Wiedererlangung und Aneignung dieser Bedürfnisse zu trainieren. Das verlangt uns was ab, jedoch nicht viel.
    Vielleicht müssen wir den Schalter nur umlegen.
    Nicht erst jetzt ist eine Zurücknahme des Menschen gefordert, lange zuvor auch schon. Noch heute predigt man in den Wirtschaftswissenschaften " sich bloß nicht am Schlechteren zu messen". DOCH - an denen messen, denen es nicht so gut geht. Wir müssen nicht immer nach den Sternen greifen und können trotzdem sehr viel mehr mitbekommen.
    Ich trage immer so Dankbarkeit mit mir herum - das ist kein großes Ding, es ist einfach die mir anvertraute Art mich mit Menschen auseinanderzusetzen. Für jede Art von Auseinandersetzung, für jede Art der beobachteten Daseinsform - ich danke dafür!(S.Z.)

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  10. Dankbarkeit ist echt ein ganz großes Ding! Nichts macht so sehr glücklich - sei es auch anfangs nur für wertvolle Minuten - wie Dankbarkeit.

    Vielleicht sollten wir wieder am Abendbrotstisch beten... ganz weltlich Dank sagen, von mir aus.

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  11. Sehr guter Artikel, habe leider verpeilt ihn im letzten "Blick über den Tellerrand" zu verlinken - wird aber in der nächsten Ausgabe nachgeholt. :-)

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  12. Würde mich freuen, ist mir immer eine Ehre, von dir empfohlen zu werden.

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