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| Was passiert, wenn introvertierte Menschen auf einer Party rumstehen? Von Indexed. |
Sie sind OK!
Erst einmal: Sie sind völlig normal! Sie gehören zu den Menschen, die ihre Energie eher aus sich selbst beziehen und nicht aus der Interaktion mit anderen. Sie bevorzugen eine "minimal-stimulierende" Umwelt. Das ist gut so, kultivieren Sie das! Ihr Freundeskreis ist vielleicht klein, dafür sind es aber wirklich erlesene Menschen und nicht Hinz und Kunz. Für die kleinen Nachteile, die wir Individualisten manchmal haben, gibt es Strategien. Zum Beispiel die folgenden...
Dosierung
Hören Sie auf Ihren Körper und ziehen sie sich mit gutem Gewissen zurück, wenn Sie merken, dass Sie müde und erschöpft sind. Das ist völlig normal. Sie brauchen die Ruhe und Abgeschiedenheit. Gehen Sie irgendwo hin, wo Sie ungestört einen Tee oder Kaffee trinken können, blättern Sie in einem Buch oder Magazin und erholen Sie sich. Danach geht es Ihnen wieder gut und Sie ertragen die Menschen um Sie herum auch besser für den Rest des Tages.
Vorbereitung
Immer dasselbe, ob auf Partys oder im Meeting: Sie wissen nicht, was Sie sagen sollen. Stehen entweder nur unbequem und geniert in der Gegend rum oder sitzen zusammengesunken am runden Tisch. Was sollen Sie auch sagen? Der Small-Talk interessiert Sie nicht und was beim Meeting besprochen wird, ist doch sowieso schon vorher klar. Überraschen Sie sich selbst, indem Sie sich auf die Party vorbereiten, wenn Sie sie schon nicht meiden wollen oder können!
- Überlegen Sie, wer die Leute sind, die zur Party kommen und was Sie an denen interessieren könnte. Legen Sie sich ein paar Fragen zurecht.
- Und warum könnten Sie selbst interessant für die anderen sein?
- Haben Sie ein paar faszinierende Geschichten parat, die sie anderen erzählen können. Etwas aus Ihrem ersten Job vielleicht. Sie waren jung und brauchten das Geld.
- Trinken Sie was, das enthemmt. Aber passen sie auf, dass es nicht zu viel hilft!
- Was sind die Agenda-Punkte?
- Wer kommt und was wollen die?
- Was wollen Sie selbst erreichen?
- Lesen Sie ein paar relevante Artikel oder E-Mails zur Vorbereitung.
- (Trinken Sie nur, wenn es unbedingt sein muss.)
Einsamkeit
Machen Sie sich frei vom gesellschaftlichen Zwang der Zusammenrottung! Man redet ihnen ein, dass Sie einsam sind, nur weil Sie oft allein sind. In Wirklichkeit lieben Sie das Alleinsein, werden aber manchmal das Gefühl nicht los, dass Sie Freitag Abend - wenn alle anderen Party machen - nicht allein zu Hause sein sollten. Warum eigentlich nicht? Was verpassen Sie? Die anderen saufen und fühlen sich morgen schlecht, während Sie früh aufstehen können, in Ruhe lesen, morgendliche Fotos von Vögeln machen können oder was sie sonst so antreibt.
Losquatschen
Bei der Arbeit wie auf einer Party ist das beste Rezept manchmal, einfach über seinen Schatten zu springen und jemanden anzuquatschen. Einfach mal das sagen, was einem auf der Zunge liegt. Auch in Meetings. Reden Sie langsam und versuchen Sie bei einem Hauptpunkt zu bleiben, sonst verzetteln Sie sich. Hinterher sollten Sie nicht drüber nachdenken. Alles ist gut. Anders als wir befürchten, ruiniert es nicht sofort den Ruf, wenn das Gesagte nicht hundertprozentig durchdacht war. Jeder kann auch mal was Unüberlegtes zu sagen. Man hat eine Quota. Erst wenn man die überschreitet und ständig Blödsinn von sich gibt, halten die anderen einen für dumm.
Stärken nutzen
Wenn Sie wirklich introvertiert sind, haben Sie unter anderen folgende Stärken, die Sie nutzen sollten:
- Enorme Beobachtungsgabe
- Empathie und Menschenkenntnis
- Schreiben und Lesen
- Verlässlichkeit
- Individualismus
- Durchdacht
- "No Bullshit"
| Buch zum Thema |
Was sind Ihre Strategien? Hinterlassen Sie einen Kommentar! Schreiben können Sie doch gut...
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Ich denke, überhaupt erst einmal zu begreifen, dass mit einem alles in Ordnung ist, auch wenn man eher introvertiert ist, während die Umwelt einem den Eindruck vermittelt, dass sie nur aus Extrovertierten besteht, ist schon ein großer Schritt.
AntwortenLöschenDaher hoffe ich, dass solche Artikel massenhaft in die richtigen Hände gelangen mögen (und werde natürlich meinen Teil dazu beitragen!) :-)
Sehr interessanter Artikel. Interessant finde ich auch, dass man nicht unbedingt nur introvertiert oder nur extrovertiert ist, sondern natürlich auch Teile von beiden Seiten in sich tragen kann.
AntwortenLöschenDer Artikel ist für mich insofern sehr interessant, da ich mir gerade Gedanken über die Entfaltung der Fähigkeiten eines Menschen mache und entdecken will, wie man in sich das Genie entdeckt.
Interessantes Blog, echt lesenswert.
Weiter so, ich komme wieder.
Hallo Alex und Monkey of Hope!
AntwortenLöschenDanke erst mal fürs Lob. Stimmt - "Ich bin OK" ist die wichtigste Erkenntnis überhaupt, egal wie man drauf ist.
Stimmt auch: Man ist nie nur eins, man ist immer eine Mischung. Man kann als Grundkondition allerdings nicht beides sein: extrem extrovertiert und extrem introvertiert. Die Grundkondition kann sich aber irgendwo dazwischen befinden, sodass man mal eher extro- und mal eher introvertiert ist. Dieser Artikel ist für Leute wie mich, die extrem introvertiert sind ;)
Wie immer im Leben ist aber alles viel viel komplexer. Ich empfehle daher den Wikipedia-Artikel Myers-Briggs-Typindikator als Einstieg
MBTI, D. Keirsey, Rolf Berth, Steven Reiss, Edgar Schein's Karriereanker,
AntwortenLöschenwenigstens eines der Modelle MUSS es doch sein,
mit dem man sich wenigstens als Basis auseinandersetzt, bevor man in kafkaeske Karrieren gerät...
im übrigen passt das hier optimal:
http://ed.iiQii.de/gallery/Querdenkerinnen/SusanCain_thepowerofintroverts_com
Das Buch habe ich mir sofort gekauft,
innovative Grüße,
EF
Vielen Dank für diesen Hinweis. Das vollständige Interview mit Susan Cain befindet sich übrigens hier:
AntwortenLöschenhttp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79051510.html
Hallo Herr Dietrich,
AntwortenLöschenich habe bei der FTD den Artikel "Tipps für Introvertierte - So werden ruhige Mitarbeiter zu Büro-Helden" (http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:tipps-fuer-introvertierte-so-werden-ruhige-mitarbeiter-zu-buero-helden/60116175.html?v=2.2) gelesen und fand das dargelegte Thema äußerst interessant. Da ich in Erwägung ziehe, dazu eine dreißigseitige Hausarbeit im Bereich Wirtschaftspsychologie oder gar meine Bachelorarbeit im Bereich Arbeitspsychologie zu verfassen, habe ich die Recherche im Internet begonnen. Auf diese Weise bin ich auf Ihren hilfreichen Artikel gestoßen. Leider musste ich aber auch feststellen, dass es auf den ersten Blick nicht viele Bücher zu diesem Thema im Bereich der Arbeitspsychologie gibt.
An dieser Stelle also eine Frage an Sie, da Sie sich schon tiefgehend mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Ist das Thema Ihrer Meinung nach so weit ausgearbeitet, dass ich bei tiefgehender Recherche genügend Material für eine Haus- oder gar eine Bachelorarbeit finde?
Haben Sie sonstige Buch- oder Artikeltipps für mich, die mich da weiterbringen könnten?
Herzlichen Dank und schöne Grüße,
Xenia Wolkowaja
Hallo,
AntwortenLöschenich denke schon, dass das Thema im deutschen noch etwas unterbelichtet ist. Besonders, was die Arbeitspsychologie angeht, wie das ja auch in dem FTD-Artikel schon gesagt wird. Das wäre doch eine tolle Aufgabe, eine Arbeit darüber zu schreiben, eben weil es dazu noch kaum etwas gibt. Da freut sich doch jeder Professor und gibt ihnen einen Bonus.
Dazu wird es schon am besten sein, das Buch von Susan Cain zu lesen. Wenn Sie gut Englisch verstehen, dann können Sie eigentlich allen hier in meinem Blog angegebenen Quellen folgen. Kürzlich habe ich noch von DR. Christian Montag gehört, der sich als deutscher Psychologe damit beschäftigt.
Viel Erfolg!
Hallo,
AntwortenLöschenein toller Artikel.
Ich hatte mich erstmals auch mit Introversion befasst, weil ich ein "empathischer Einzelgänger" bin, mich darüber nun etwas belesen, aber nirgends fand ich das Thema so gut beleuchtet wie in diesem Blog. Weil ich keine Angst habe auf andere zuzugehen oder frei zu reden (alles erlernbar), hatte ich als Letztes an eine gewisse Introvertiertheit gedacht. Allerdings "passte" alles andere wie die Faust auf's Auge. Vor allem in meinen Stärken und der Reaktion der Umwelt habe ich mich wiedererkennen können. ;) "Tiefe" und Zuhören können wurde mir schon immer bescheinigt und ich habe mich gefragt, wieso die Masse nur - auch noch gerne - so oberflächlich ist. Ein kleiner Schritt zum ich-selbst-Bleiben also, dafür danke!
Es wird nach persönlichen Bewältigungsstrategien gefragt. Wozu? Ich möchte mich nicht "bewältigen". Was wäre die Welt ohne uns wie wir sind? Das Wichtigste ist, nicht darunter zu leiden und lieber die Augen für "Gleichgesinnte" zu finden. Ohne Worte verstehen ist etwas Wunderbares. Was ein Stiller allerdings muss ist aufpassen, denn sie werden nur zu gerne ausgenutzt oder schlicht von dieser lauten Welt übersehen.
Mit besten Grüßen!
Hallo Ruth,
AntwortenLöschenfreut mich, dass der Artikel etwas bringt. Und du hast natürlich vollkommen Recht: Wir sollten uns selbst nicht bewältigen und dazu gibt es auch keinen Grund. Wichtiger ist das Bewusstsein über die persönlichen Eigenarten und wie man mit ihnen umgeht.
Viele Grüße!
Mit dem Thema habe ich mich vor kurzem auch auseinandergesetzt und habe dabei gemerkt, dass ich von Natur aus eher introvertiert bin aber durchaus auch extrovertiert auftreten kann. Mein Komfortbereich ist definitiv der, in dem ich mich zurückziehen kann. Dabei ist mir aufgefallen, dass mein aktueller Arbeitsplatz absolut nicht für intorvertierte Menschen geeignet ist. Links, rechts und gegenüber sitzen Kollegen, es bleibt kaum Raum zum Zurückzug. Ich glaube bei der Büroplanung wird seit einiger Zeit einfach davon ausgegangen, dass sich jeder wohlfühlt und gar nicht mehr Platz braucht. Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Ideen an dem räumlich sehr eingeschränkten Arbeitsplatz einfach ausbleiben. Ich brauche meine Ruhe zum Kreativsein.
AntwortenLöschenHier mein Artikel:
http://freilaufmenschen.com/introvertiert-extrovertiert-auf-welcher-seite-stehst-du-und-muss-man-uberhaupt-auf-einer-sein/
Hallo Andrea,
AntwortenLöschenich habe auch lange in einem Großraumbüro gearbeitet. Inzwischen teile ich mir eins mit einem Kollegen und es geht mir dabei viel besser. Hilft es dir vielleicht, Kopfhörer aufzusetzen und ruhige Musik zu hören? Das hat bei mir funktioniert.
Hallo,
AntwortenLöschenich bin nur per Zufall über diesen Artikel gestolpert und ich bin echt froh, ich habe soeben begriffen das ich 'normal' bin.
Ich verstehe nun auch warum andere Menschen mich so ermüden, ich dachte bisher das sei nur Einbildung. Viele Menschen in meinem Umfeld können es gar nicht verstehen warum ich so gerne alleine bin und wenn ich ihnen sag es wird mir zuviel, waren schon einige beleidigt. Ich erkläre das dann immer wie ein Litermaß, das sei mein Gesprächspensum und wenn es voll ist, oder gar überläuft, kann ich nicht mehr.
Ich habe mich in den letzten Jahren öfters gefragt, ob etwas nicht mit mir stimmt, und warum ich ganz anders Wahrgenommen werde, wie ich mich sehe. Vor einem Jahr meinte mein Arzt ich hätte eine Depression und verschrieb mir Tabletten, die ich aber bis heute verweigere.
Ich danke Ihnen recht herzlich für diesen Artikel, ich muss das erst auf mich wirken lassen, ich bin innerlich einfach nur noch happy.
Ela
Hallo Ela,
Löschenfreut mich, dass dir der Artikel hilft, dich besser zu verstehen. Es ist wirklich alarmierend, dass dir Tabletten verschrieben werden, wenn es nur deine Introversion ist und es dir ansonsten gut geht.
Viele Grüße!
Ich war schon in der Volksschule sehr distanziert gegenüber meinen Freunden, ich war nie wirklich "in", Die Anderen bildeten wie in der Tierwelt Gruppen und unterwarfen sich den Konkurrenz-Vorgaben der Gesellschaft - sowie in der Natur auch nur der Stärkere seine Gene erfolgreich weitergibt - was mich zutiefst anwiederte. Ich hingegen habe mich nie für Fußball, Autos, Sportliche oder sexuelle Leistungen intressiert, es stiess mich ab - ich wollte auch keinen Anschluß an solche Leute- Trotzdem wurde ich in der späteren Zeit gezwungen mit dieser Mehrheit in der späteren Schule, beim Bundesheer und am Arbeitsplatz auszukommen. Ich übernahm leider komplett deren primitive Ausdrucksweise und merke das ich diese auch bis heute konsequent bei jedem anwende, sie schreckt alle ab was ich manchmal gar nicht will. Dennoch lässt meine Höflickeit nicht darauf schliessen das ich ein sehr tiefer Denker bin, besonders der Umgang mit Mädchen war sehr schwer und niemals erfolgreich. Das weibliche Geschlecht liebt Humor und Ernst wirkt zu erschöpfen, hindert das Individuum an der erfolgreichen weitergabe der für die erfogreiche Vermehrung wichtige soziale Kompetenz. Ich habe mich mangels wirklicher Freunde und aus Angst vor Ablehnung durch von mir soundso nicht geschätzter Menschen zurückgezogen, habe mich mit militärischer,historisch- politischer Literatur vollgestopft.Bücher und tiefgehender Klassik-Musik sind das einzige das ich wirklich liebe, alles andere wie Vorschriften, Vorgaben, ungerechte Steuern und Rechnungen ärgern mich. Die Freude ist mir leider verloren gegeangen usw....
AntwortenLöschenHallo,
AntwortenLöschenIch habe mich in letzter Zeit auch mit Introvertiertheit beschäftigt und muss sagen, dass dieser Artikel klasse ist. So als ein eher Itrovertierter Mensch, finde ich besonders dieses Unverständnis der anderen sehr erdrückend. Sätze wie "Mensch, misch dich doch mal unter die Leute" oder "Sind dir eigentlich alle anderen egal, oder warum unterhälst du dich so wenig". Ich finde es unglaublich nervtötend und ermüdend mich mit leuten über belanglosigkeiten zu untehalten oder Fragen an jemanden zu stellen die mich schlicht weg nicht interessieren nur damit man irgendwie ein Gespräch am laufen halten kann mit Leuten mit denen man eh keine enge emotionale Beziehung hat. Aber würde man, dass den Personen sagen, wären sie total beleidigt und einem wird Überheblichkeit und Arroganz vorgeworfen.
Dementsprechend ist natürlch die Liste der Freund auch nicht lang. So wie ich das immer mitbekomme, ist man schon im Status von "Freunde" wenn man sich ein paar mal gesehen hat und sonst nichts. Ich bin im höchstenmaße wählerrisch was Freunde angeht und das wird einem natürlich auch vorgeworfen, dass man mit der absoluten mehrheit der Bevölkerung einfach nicht gut klarkommt, auch wenn man dabei natürlich immer nett und höflich bleibt.
Jasmin
Danke Erwin und Jasmin für eure Kommentare. Ihr beschreibt da ganz typische Merkmale und Herausforderungen introvertierter Menschen. Am wichtigsten ist es zu erkennen, dass man selbst OK ist und ein Recht darauf hat, sich selbst zu genügen oder eben einen kleinen aber feinen Freundeskreis zu haben. Lasst die anderen denken, was sie wollen. Wichtig ist, dass man mit sich selbst klar kommt.
AntwortenLöschenDanke fuer den tollen Artikel zum Thema und das "Lanze brechen" zur Introvertiertheit. Es ist schoen zu wissen, es gibt ganz viele, die auch gerne alleine sind. Ich persoenlich empfinde es als Geschenk,die Faehigkeit zu besitzen, mir selber zu genuegen.
AntwortenLöschenIch habe - wie viele Andere, die hier schon ein Kommentar geschrieben haben - immer damit zu "kaempfen" gehabt als eingebildet / arrogant / ueberheblich usw. eingestuft zu werden, ich sei wohl was Besseres, weil ich nicht mit dem Strom schwimme. Gleichwohl meine Distanziertheit schlicht darauf zurueckzufuehren ist, dass ich kein grosser Socializer bin.
Als Teenager und junge Erwachsene habe ich unter meiner Introvertiertheit gelitten, bis dahin, das ich krank geworden bin. Um mit der Gesellschaft mitzuhalten und diese auszuhalten habe ich ein 'soziales Schmiermittel' gesucht und gedacht es in vielen vielen Glaesern Alkohol gefunden zu haben ...
Ich habe ebenso viele viele Jahre gebraucht um zu erkennen, das bin ich nicht. Heute - seit fast 14 Jahren trocken - lebe ich meine Introvertiertheit. Natuerlich ist das gerade im Berufsleben nicht immer einfach, aber ich kann inzwischen fuer mich akzeptieren, dass ich nicht alleine auf der Welt bin und sein muss und dennoch die Freiheit habe - und mir nehme - eine Individualistin zu sein. Ich habe festgestellt, wenn ich klare Grenzen setze, diese von anderen auch respektiert werden. Und inzwischen tritt das Gegenteil von frueher ein, bis dahin gehend, dass ich regelrecht beneidet werde um die Faehigkeit Allein zu sein.
Nochmal Danke und Kompliment fuer den tollen Blog.
Wiebke
Danke, Wiebke, für deinen tollen Kommentar! So eine Entwicklung wie du müssen viele auf dem Weg des Selbsterkennens erst durchmachen. Wenn sie dort ankommen, wo du jetzt bist, kann man ihnen nur gratulieren.
LöschenSehr geehrter Herr Dietrich,
AntwortenLöschenvielen Dank für Ihren Beitrag, denn ich heute entdecken durfte. Der Anstoß war das Titelthema des neuen Spiegel ("Triumph der Unauffälligen") und der Tatsache, daß ich mich darin umgehend selbst erkannte.
Es ist wirklich erleichternd, sich selbst zu erkennen. Nach all den Jahrzehnten (ich bin mittlerweile ein Mittvierziger) mit dem Gefühl zu leben, daß man nicht "in Ordnung" ist, fühle ich mich plötzlich um Tonnen und Abertonnen befreit.
Wie viele andere, die hier bereits geschrieben haben, suche ich die Mitte in mir selbst und in ruhenden Räumen. Das finden viele als "langweilig" oder gar beängstigend. Denn es gilt in der lauten Welt als "unnormal", "depressiv" oder krank, wenn man sich lieber zurückzieht, um seine Gedanken und Welten zu sortieren. Erstaunlicherweise ist es gerade diese laute Welt, die immer wieder meine Gedichte lesen will, die ich zu Geburtstagen und Jubiläen im Minutentakt
aus dem Ärmel schütteln kann. Gut, auch das kann man als "autistisch begabt" titulieren, wie mir bereits von manch einem bescheinigt wurde...
Nun weiß ich also, nachdem ich Ihren Blog gelesen habe, daß ich doch ein ganz normaler Mensch mit normalem Verhalten bin. Ich fühle mich nun sehr wohl. So wohl, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Vielen, vielen Dank!
Beste Grüße und bitte machen Sie weiter so.
Michael
(huensky@t-online.de)
Hallo Michael, danke für Ihren Kommentar! Wenn die Texte dazu anregen, dass wir uns besser mit uns selbst arrangieren können, dann haben sie viel erreicht.
LöschenBleiben Sie, wie Sie sind!
Nicht arrangieren! Das impliziert doch das etwas nicht in Ordnung wäre und wir einen Kompromiss eingehen müssten.
LöschenFalsch!
Es ist auch nicht bloß "ok" oder "in Ordnung"; es ist unbeschreiblich großartig! Und zwar gleich aus mehreren Gründen:
zum einen natürlich das überwältigende Gefühl, das im Kopf rauscht, sobald man das wahre Naturell seiner Persönlichkeit entdeckt hat; all die Jahre sind wir immer und immer wieder mit uns selbst in den Krieg gezogen. Wir hatten resigniert, aber niemals aufgegeben. Es ist die Befreiung von diesem sehr tief vergrabenem Angstzustand, dieser inneren Lähmung.
zum anderen natürlich die unbändige Vorfreude was da wohl alles ist und nur darauf wartet entdeckt zu werden. Wir haben bisher in der falschen Richtung gesucht. Das wird jetzt nachgeholt, endlich können wir unsere Seele ergründen. Und jetzt kommt noch das Beste:
Dort, wo wir bisher nicht selber hinsehen konnten, genau da liegt der Schlüssel, der wahre Schatz. Es bedeutet, daß nur unsere Phantasie uns in unseren Möglichkeiten beschränkt. Egal welche Aufgaben und Ziele ich mir vornehmen werde, genau hier liegt der Masterplan.
Die Antwort auf alle Fragen.
Das wird zwar viel Arbeit; das hat uns aber noch nie abgeschreckt wenn es sich auszahlt.
Geglaubt haben wir immer, aber jetzt können wir uns sicher sein!
Zum allerersten Mal.
Auch ich will mich für den Artikel bedanken. Das ich introvertiert bin wusste ich schon lange. Was mich aber in den letzten Jahren zunehmend deprimierte, waren die Erschöpfungszustände unter denen ich leide (obwohl ich körperlich gesund bin). Durch durch den Artikel wurde mir wieder bewusst, wie anstrengend ich den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen finde. Ich arbeite in einem Beruf in dem ich viel mit Menschen zu tun habe, Mitarbeiter die zu mir kommen, etwas wissen wollen, das Telefon klingelt am laufenden Band, die Kollegin im Büro redet auch permanent - ich mag meinen Beruf aber spätestens am nachmittag bin ich komplett erschöpft und will nur noch meine Ruhe und möglichst keinen Menschen mehr sehen. Selbst am Abend ein Telefonat zu führen, fällt mir oft schwer.
AntwortenLöschenIch war schon immer gerne mit mir selber alleine, habe es genossen, in aller Ruhe ein Buch zu lesen, spazierenzugehen, einfach nichts zu tun. Aber schon in frühester Jugend wurde mir gesagt, geh mehr unter Leute, Du entwickelst Dich zum Außenseiter..
Ich habe mit den Jahren gelernt mich unter Menschen zu bewegen, gehe auf Partys, mache Small Talk.- und fühle mich doch immer unwohl dabei. Und es ist anstrengend für mich. Ich liebe kleine Gruppen, ein gutes Gespräch mit Freunden, einen kleinen Rahmen, ja ich habe sogar immer lieber in einer kleinen Firma gearbeitet. Zu erkennen, dass ich so bin, und das es völlig ok ist, das ich so bin ist neu für mich. Ich habe es erst im Laufe dieses Jahres durch eine Therapie erfahren und dieser Artikel bestärkt mich darin, das alles in Ordnung ist, solange ich auf mich und meinen Körper achte. Dass ich eben mehr Ruhezeiten benötige. Das ich eben einen NUR einen kleinen Freundeskreis habe. Es ist ok
Wir Introvertierten sind absolut in Ordnung so wie wir sind. Wir sind keine Außenseiter oder "Unnormal", solange wir uns selber nicht so sehen.
LG Ingrid
Danke, bisher ist mir dieses Thema gar nicht aufgefallen. Viele der beschriebenen Aspekte treffen wie die Faust aufs Auge bei mir zu. Es ist angenehm, zu lesen, das man einfach so ist bzw. so sein darf.
AntwortenLöschenDies hilft mir auch über eine zukünftige berufliche Ausrichtung nachzudenken.
hallo!!ich bin auch sehr introvertiert und es is garnicht mal so einfach:)meine freundin hat mit mir schluss gemacht sie meinte ich hätte keine freunde und ich rede so wenig!!hatte sie echt gern hat mich wohl nicht verstanden;)oder in der schule saß ich die ganze zeit am tisch und hab nichts gesagt auch in der pause die lehrerin meinte ich höre schlecht dann hat sie mal ein wecker versteckt und denn musste ich suchen :)man man man lol irgendwie lustig!und wenn ich unter menschen bin macht mich das fertig und wenn ich ein gespräch führen muss ist es sehr anstrengend,ich hab das gefühl das die meisten leute kein sinnvolles gespräch führen und das langweilt mich!in der schule wurde ich angespuckt deswegen,hab aber auch positives mitbekommen viele leute meinten ich sei was besonderes leute in unseren dorf kannten mich garnicht bis vor 1 jahr war mal auf ner party wo der grossteil hingegangen ist und sie meinten was du bist der bruder von .....? wo haben sie dich all die jahre versteckt!!!ich fühl mich gut alleine für mich ist es wichtig die dinge im leben zu erkundigen höre auch sehr gerne zu!als kind kannte ich paar tausend autonummern auswendig plus automarke und farbe:)ich merk mir belanglose sachen die vor 10-15 jahre her sind z.b wo ich bei einen freund übernachtet habe was wir da zum nachtisch gegessen haben lol!von mein charakter her bin ich sehr nett und meistens auch fröhlich und glücklich sehr verlässlich:)und jobmässig hab ich in ner firma gerabeitet mehr als wie 1 jahr schaff ich das meistens nicht letzte arbeitsstelle bin ich einfach aufgestanden und bin nach hause und nie wieder in die firma!und ich würd mich als sensibel einschätzen!einige meinen ich sei blöd andere wiederum sagen ich sei sehr intelligent!ich denke auch gerne und viel über gott und die welt nach und beobachte gerne!ein guter freund meinte ich hätte asperger syndrom!wo ich bei meiner mutter gewohnt habe meinte sie ich solle mehr unter leuten gehen es nicht normal das ich die ganze zeit im zimmer bin!ich persönlich finds nur schade das viele meine art nicht respektieren so wie ich bin ich respektiere jeden!!ja und das mit meiner ex tut schon weh wenn man einen menschen dadurch verliert durch einen geringen freundeskreis?!
AntwortenLöschenHallo, willkommen im Club. Sieh es mal so: Wenn sie damit nicht umgehen können (Freunde, Freundinnen), dann waren sie eh nicht die richtigen für dich, die mit denen du sinnvolle Gespräche führen kannst, mit denen du stille Momente gemeinsam erleben kannst etc. Ich sag dir aus Erfahrung: Schlimmer als keine Leute um dich zu haben, ist es, Leute um dich zu haben, die deine Art nicht respektieren und verstehen und die dich in eine Richtung ändern wollen, die nicht zu dir passt. Wenn du Geduld hast, wirst du auch andere treffen, die so sind wie du. Und bis dahin hast du viele glückliche Momente mit dir allein.
LöschenHallo,
AntwortenLöschenich rede wenig, und wenn es sein muss nur zu kurz. man sagt mir, dass ich die Sprache nicht behersche. Aber, ich habe in Deuschland studiet und bezüglich der Sprache habe keine probleme weder zureden noch zuverstehen. Man hat mich von einer Abteilung zu Anderen versetzt, weil ich nicht in der lage sei, meine Mitarbeiter zuführen.
ich werde auch damit sagen, dass introvertierte Menschen mit Weiterentwicklung ihres Berufs nicht einfach haben.
Hallo, das kann sein, dass Introvertierte es in einer extrovertierten Welt schwerer haben. Um so wichtiger, sich selbst zu kennen und zu entscheiden, ob man es mit der Umwelt aufnehmen kann (siehe Tipps oben) oder sich lieber in eine geeignetere Umwelt (z.B. Forschung) zu begeben.
LöschenVor ein paar Wochen habe ich begonnen mich in das Thema einzulesen und nun wird mir alles klar. In der Schule wurde ich nicht gefördert weil ich still (also dumm) war. Die Lehrer glaubten ich passe nicht auf, dabei wusste ich alle Fragen und war schriftlich gut. Ich bin zwar auf Parties und in Discos gegangen, aber unterhalten wollte ich mich nicht, ich wollte lieber Musik hören und Leute beobachten.
AntwortenLöschenAls mir 2001 mein damaliger Chef sagte, ich gelte als introvertiert, hörte es sich
an, als hätte ich eine schlimme Krankheit. Damals dachte ich :“Du Arsch! …“.
Heute bin ich Ihm dankbar, weil er der erste war, der meine Fähigkeiten erkannt, mich gefördert und richtig eingesetzt hat. Mittlerweile bin ich 40 und ein angesehener Experte in meinem Beruf.
Ich mache mir jetzt keine sorgen mehr nicht genug Freunde zu haben. Ich laufe nicht verzweifelt und neidisch den lauten und mächtigen Leuten hinterher und ärgere mich nicht mehr, wenn sie mich nicht beachten. Ich suche mir die Menschen aus mit denen ich es zu tun haben möchte und das ist ein riesen Vorteil!
Das Problem was ich sehe ist, es kommen immer mehr extrovertierte Menschen in Positionen in denen sie einfach überfordert sind. Es fehlt ihnen an Fachwissen, dadurch
werden Entscheidungen getroffen, die nur schwer wieder in die richtigen Bahnen korrigiert werden können.
Hallo Gilbert,
AntwortenLöschenschön, dass es eine Diskussion zu diesem Thema gibt! Ich selbst weiß schon seit meiner Schulzeit, dass ich ein introvertierter Mensch bin. War schon immer sehr ehrgeizig und habe schnell verstanden, dass man eben auch mündlich gut sein muss und habe mich überwunden, was aber immer sehr viel Kraft kostete. Trotz der Introvertiertheit habe ich aber zum Beispiel kein Problem damit, einen Vortrag zu halten oder allein auf einer Bühne zu stehen und Musik zu machen. Wahrscheinlich habe ich schnell Strategien entwickelt, in solchen Situationen einen Schalter umzulegen und mich auf das zu konzentrieren, was ich vortrage und wie es auf die Menschen wirkt. Es gibt ja auch einige Beispiele introvertierter Schauspieler und Musiker. Auch erfreue ich mich eines reichen Soziallebens, solange mir auch noch genügend Zeit zum Rückzug bleibt.
Das einzige Hinkebein ist die Arbeitswelt. Ich bin in einem Unternehmen tätig, das eher extrovertiert ausgerichtet ist. Offene Türen, immer Lärm um einen rum, ständig irgendwelche Meetings, die einem gar nicht mal die Möglichkeit lassen, für sich zu arbeiten und so seine Qualitäten in anderen Bereichen zeigen zu können. Es wird erwartet, dass man alles, was einem durch den Kopf geht laut kund tut. Wer das nicht macht, geht unter und wird nicht gehört. Es gelingt mir nur bis zu einem gewissen Grad, dem gerecht zu werden - und es ist extrem anstrengend. Wegen meiner Introvertiertheit wird mir auch weniger zugetraut, als ich leisten könnte. Ich weiß, dass einem in solchen Situationen dann geraten wird, in die Wissenschaft zu wechseln. Aber das möchte ich nicht, denn trotz allem und auch, wenn es anstrengend ist, arbeite ich gern mit Menschen, weil sie mich interessieren und ich sie oft sehr gut einschätzen kann. Welchen Ausweg gibt es hier? Gibt es Unternehmen, die dafür bekannt sind, introvertierte Personen zu fördern bzw. mit einzubeziehen? Wie hat Warren Buffett es in das Top-Management geschafft?
Viele Grüße
Anne
Hallo Anne, danke für deinen Kommentar! Du gibts ein gutes Beispiel davon, wie man mit persönlichen Dispositionen gut umgehen kann: Sie selbst erkennen und dann (vereinfacht gesagt) das beste daraus machen.
LöschenZu deiner Frage: Introversion und Top-Management sind keine Widersprüche, denke ich. Es kommt vielmehr darauf an, welche anderen Persönlichkeitsmerkmale und Fähigkeiten mit der Introversion gekoppelt sind. Auch Kluge und Dumme gibt es auf allen Seiten ;) Lies mal meine Typologie der Bosse, da wird einiges davon angesprochen. Viele Grüße!
Dieser Text regt sehr zum Nachdenken an, im positiven Sinne.
AntwortenLöschenIch möchte Ihnen herzlich für das Geschriebene danken, ich werde versuchen daraus das Beste zu machen.
Ein wichtiges Thema, das durch das Buch von Sylvia Löhken endlich eine weite Verbreitung findet. Ich hatte die Gelegenheit, die Autorin via Skype zu interviewen.
AntwortenLöschenDabei wurden mir auch bei einigen meiner Verhaltensweisen klar, dass es einfach introvertierte Strategien sind.
Hier der Link zu dem Interview: http://goo.gl/mEY5j
Vielen Dank für den Link! Werde ich heute Abend lesen. Ich habe Sylvia Löhken ebenfalls vor einiger Zeit interviewt: Leise Menschen: Ein Interview mit Sylvia Löhken zum Thema Introversion
LöschenIch fühle mich durch diesen Artikel sehr angesprochen und bestätigt. Strategie habe ich eigentlich gar keine, ich agiere sehr viel aus dem Bauch heraus, wobei ich den Verstand nicht ausser acht lasse. Meine Beobachtungen gehen soweit, dass ich immer weiß, was um mich herum geschieht. In einem Punkt fühle ich mich nicht angesprochen, denn ich kann mich in einem Seminar oder dgl., sehr gut mit meinen Ansichten und Beiträgen einbringen. Freunde habe ich keine, aber ich brauche auch nicht wirklich welche. Seit ich nicht mehr arbeiten muß, fühle ich mich derart frei und unbedarft, sodaß ich das meiste sogar spontan mache. Fadesse kenne ich so gut wie gar nicht. Ich lese sehr viel und bin auch des öfteren in FB und Twitter und tausche mich so sehr gerne aus.
AntwortenLöschenIn der Natur alleine zu sein ist überhaupt für mich das Schönste, besser noch kombiniert mit Bewegung. Ich habe keinen Partner, ich kümmere mich um meinen kranken Sohn und das ist genug Herausforderung und auch Bereicherung.
Also hier haben ja viele Erzählt wie introvertiert sie sind und hier halbe immer ähnlich distanzierte Lebensgeschichten abgekürzt, darum schreib ich nur par Strategien (das war jetz durchaus nicht Böse gemeint.):
AntwortenLöschenAlso aus meiner Sicht ist sich Fragen zurechtlegen schlecht das erhöht irgendwie die Mauer zu anderen Menschen, weil ich dann schon anfange das Gespräch vorzudenken.
Erstmal ist es wichtig bei einer Veranstalltung nicht zu lange an einer Stelle stehen zu bleiben, meist ist es auch von Vorteil sich an die Bar zu stellen oder auf Plätze zu setzen an denen viel Platz für andere neben einem ist, klappt natürlich nicht immer, da kann ich mich in Gespräche einmischen.
Und nicht in Diskos gehen in denen man schon 3 mal in der Ecke stand Musik hörte und Leute beobachtet hat, wenn man auf die Überwindung aus ist, wird es in dieser Ortschafft immer wieder zum selben Verhalten kommen und die Mauer mit jedem Mal höher bauen.
Unter Alkohol war ich manchmal schon mit der ganzen Minidisko befreundet, aber niemand hab ich länger gekannt.
Außer einmal eine die ich durch Zufall oder Schiksal wiedertraf und sie beim 2. mal mich ansprach.
In Puff gehen is auch manchmal ne Übung wert, aber es ist auch die schwieriegkeit dann die eignen Wünsche auszusprechen und somit etwas persönliches von sich preis zu geben.
Ich hatte mich auch einmal vor einiger Zeit in eine Klassenkameradin verliebt und ab dem Moment meiner Offenbarung konnt ich sie nicht mehr ansehen. Ich hörte nur wie sie sagte warum redet er nicht mit mir, tja meine Distanz hatte die vorher gute Beziehung zu ihr die vieleicht durchaus erfolg hätte haben können (weil sie innerlich ähnlich war) zerstört und irrgendwie hab ich immernoch das gefühl mit ihr jemand ganz besondren verloren zu haben, jetz kommen doch Lebensgeschichten, mist. Zurück zum Thema:
Sms, Briefe, Internet führen meist zu nichts, außer das man sich wunderbar selbst darzustellen versucht und sein Gegenüber meist nur wegen der positiven Bewertungen der eignen Ideen mag. Die dann wenn wirklich ein treffen stattfindet meist daran scheitert das man in Worten viel weniger gesprächig ist als im Text.
Offtmals denken die Leute ich bin bescheuert, erst wenn sie einige Zeit mit mir verbracht haben ändert sich das.
Aber wer sich nun doch zum Ansprechen worums ja ging durchringt, wenn du nich gleich in die ersten sekunden was sagst, vergiss es das Nachdenken kann man sich schenken, oder immer wieder bis 5 Zählen, jetz geh ich hin. Am besten is immer beweglich bleiben, versuchen nicht zu denken, ein beim einatmen und aus beim Ausatmen dann hört man sein Gefühl und irgendeinen Komentar denkt man sich doch öffter den erstma flüsstern und beim nächsten Versuch lauter sagen, langsam ans Problem rantasten Leute gibts genug, auch in Fußgängerzonen. Die meisten wollen auch nichts von dir hören, sondern von sich erzählen. Und ich liebe diese Geschichten, vieleicht weil mir mein Leben manchma zu langweilig ist. Aber auf dieser gradwanderung kann man schon viel Zeit verbringen. Mfg Laruso der-philosoph1@gmx.de
Danke Laruso - das sind interessante Gedanken und tolle Tipps.
AntwortenLöschenHi Leute ,ich leide auch unter dieser Introventiertheit,und hab mich
AntwortenLöschenhier zum großem Teil wiedererkannt.
Ich habe trotzdem einen sehr grossen Bekanntenkreis,auch wo einige
Dampfplauderer(labertaschen) bei sind.
Naja ,die reden viel dummes Zeug ,aber was solls ,wenn alle
so still wären wie ich ,würd ja auch nicht funktionieren.
Solange man so aktzeptiert wird ,ist doch alles bestens.
Überigens Kumpels hab ich bestimmt genug,aber wahre Freunde
sind es nur ne Handvoll und die sind mir im Leben am wichtigsten
,alles andere ist nur zum Rumbödeln oder steht nur im Wege rum.
Ich will auch ein wenig sagen ,was heut zu tage so an Schwachsinn
erzählt wird verpasst man nicht viel in dieser welt.
Lieben Gruß,Kysenn