22. Februar 2015

Wütend? Warum wir die Nerven verlieren.

Wo kommt die Wut her und wie bekommen wir sie in den Griff?

Ich flippe manchmal aus, wenn ich mich von meinen Nächsten ungerecht behandelt fühle. Es fühlt sich so mies und falsch an, wenn gerade die liebsten Menschen micht missverstehen wollen und etwas gegen mich wenden. Das habe ich nicht verdient! Dann brülle ich schon mal und schlage Türen zu. Danach fällt es mir schwer, wieder zurück zu kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass unter den widrigsten Bedingungen solche Wutanfälle auch Beziehungen ganz zerstören können. Und so nehme ich mir vor, meine Wut in den Griff zu bekommen, weiser zu werden, verständnisvoller und geduldiger. Aber wie kommt es zu dieser Wut und wie bekomme ich sie in den Griff? Im Book of Life las ich dazu ein Kapitel, das ich hier auf Deutsch wiedergeben möchte...

Wo kommt die Wut her? (Bild: Mysi CC 2.0)

Natürlich ist es eine Form des Wahnsinns. Wir nehmen das größte Marmeladenglas und werfen es zu Boden. Wir gehen auf die Frau am Schalter zu und beschimpfen sie nach allen Regeln der Kunst. Wir werden zum Raser und überholen die Schnarchnasen auf einer engen Allee gesäumt von Bäumen.

Wie wahnsinnig solche Momente auch sein mögen, sie sind nicht jenseits jeglichen Verständnisses. Diese Momente funktionieren nach einem Grundprinzip, das wir verstehen müssen, um unsere Wut kontrollieren und letztlich auslöschen zu können.

Wut und Erwartung

Die Wut kommt, wenn wir mit den Zumutungen der Existenz konfrontiert werden: Die Internetverbindung bricht ab, das Flugzeug ist wieder verspätet, jemand vor uns fährt viel zu langsam. Es ist ok, dass uns diese Dinge nicht gefallen. Aber damit sie uns wütend machen können, muss diesen Situationen etwas weiteres zugrunde liegen.


Obwohl wütende Menschen eine negative Einstellung gegenüber dem Leben zu haben scheinen, sind sie im Kern ganz unbesonnen optimistisch. Wenn wir so krass auf frustrierende Situationen reagieren, dann deshalb, weil unser Verständis davon, was normalerweise zu erwarten ist, zu optimistisch war. Denken wir mal ans Wetter: Wir sind vielleicht nicht erfreut, wenn es regnet, aber unser relativer Pessimismus gegenüber dessen, was vom Klima zu erwarten ist, lässt uns relativ gelassen auf das Wetter reagieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir darüber wütend werden und den Himmel anschreien. Wir werden also nicht immer gleich von Wut überwältigt, wenn wir nicht bekommen, was wir möchten. Wütend werden wir erst dann, wenn wir glauben, dass uns etwas absolut zusteht und es unverständlicherweise nicht bekommen. Wir geraten in Rage, wenn die Umstände unserem Verständnis der Grundregeln der Existenz widersprechen.

Wer wütend ist, unterliegt also einer Täuschung gegenüber dessen, was normal ist. Wer jedesmal brüllt, wenn er die Schlüssel verlegt hat, unterliegt dem Missverständnis, dass die Dinge immer zur Hand zu haben seien. Wer seine Nerven verliert, weil vor ihm jemand zu langsam fährt, der unterliegt der gefährlichen Täuschung, dass er das Recht habe, auf Straßen zu fahren, die jederzeit frei von Hindernissen zu sein haben.

Die Weisheit beginnt mit dem Pessimismus

Wir müssen lernen, uns selbst ganz in Ruhe zu enttäuschen, bevor die Welt die Chance bekommt, uns mit einer Enttäuschung dann zu überraschen, wenn wir es am wenigsten erwarten. Wenn wir zur Wut neigen, müssen wir uns systematisch mit den dunklen Realitäten des Lebens konfrontieren: Die Dummheit der anderen, die unvermeidlichen Pannen der Technologie, die allgegenwärtigen Fehler in der Welt um uns herum. Wir sollten jeden Tag mit einem Gedanken daran beginnen, welche Demütigungen und Beleidigungen uns möglicherweise erwarten, angefangen von einem verkohlten Toast, einer zerstörten Festplatte bis hin zum möglichen Autounfall.

Wer wütend ist, ist auch tief verängstigt. Vielleicht wirken wir gefährlich selbstbewusst in unserer Rage, aber eigentlich ist es eine zerstörerische Panik. Wir haben kein Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Frustrationen zu überleben und unseren Gleichmut trotz der Rückschläge wiederherzustellen. Uns fehlt das gesunde Vertrauen, dass wir - mit genug Geduld, Liebe und Zeit - Fehler und Schäden ertragen, überstehen und reparieren können.

Diese Mischung aus unbegründeter Hoffnung und Angst finden wir am deutlichsten in der Raserei unter Liebenden wieder. Menschen, die den ganzen Tag über sehr freundlich und geduldig mit den Fehlern ihrer Kollegen oder Kunden umgegangen sind, verlieren ihre Nerven in vulkanischen Ausmaßen, wenn sie mit einem relativ kleinen Fehlverhalten ihrer geliebten Partner konfrontiert werden. Hinter dieser Wut liegt ein entzündlicher Mix von Hoffnungen: "Das ist der Mensch, der mich einfach komplett verstehen und bedingungslos lieben muss." Und aus der unausweichlichen Enttäuschung kommt die Angst, dass man sich offensichtlich an den falschen gebunden und somit sein ganzes Leben ruiniert hat.

Mit unseren Ausbrüchen versuchen wir, der Welt eine Lektion zu erteilen: Wie man eine Fluggesellschaft führt, wie man Auto fährt, wie man uns zu lieben hat. Jedoch sind wir ganz schlechte Lehrer, denn es steht zu viel auf dem Spiel. Uns fehlt in solchen Momenten der Wut die grundlegende psychologische Voraussetzung: Eine relative Indifferenz gegenüber dem Erfolg oder dem Scheitern unserer Lehrbemühungen.

Unsere Wut hat auch ihre komischen Seiten, aber die Einstellungen und Hoffnungen, die unserer Wut zugrunde liegen, verdienen mehr Beachtung. Die hervortretenden Augen, die laute Stimme und die bösen Wörter haben ihre Quelle in einem übertriebenen Gerechtigkeitsgefühl. Die physische Energie paart sich mit der Überzeugung, dass man uns nicht zuhört und dass wir nicht verstanden werden, wenn wir unsere Enttäuschung zu erklären versuchen.

Wie können wir mit unseren nächsten umgehen, wenn eine solche Enttäuschung die Wut in ihnen geweckt hat? Es gibt drei Dinge, mit denen wir sie beruhigen können: 
  1. Eine Erklärung, dass auch wir die extreme Enttäuschung empfinden.
  2. Die mitfühlende Bestätigung, dass auch wir wünschten, die Dinge wären anders.
  3. Eine überzeugend vorgetragene Versicherung, dass wir diese Situation gemeinsam überstehen werden. 

Am wichtigsten ist es jedoch in Erinnerung zu behalten, dass Wut von unerwarteter Enttäuschung kommt und Enttäuschung kommt von Täuschung. Um die Nerven zu behalten, hilft es also, dass wir unsere unrealistischen Erwartungshaltungen ablegen, uns also bewusst und gezielt darüber ent-täuschen, was uns angeblich zusteht, sei es die von Hindernissen freie Straße, eine ständig ungetrübte Zuneigung unserer Partner oder die schrankenlose Verfügbarkeit der Dinge. Nichts (davon) steht uns zu!



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Kommentare:

  1. Sehr guter Beitrag, muss ich sagen. Man kann daraus sehr viel aufschliessen und Antworten bekommen.
    Das gute an der Wut ist, dass man nicht wirklich alleine mit diesem Gefühl ist, da ja wirklich jeder Mensch mit diesem Leid zu kämpfen hat.

    Um so mehr sich die Wut anstaut, also um so mehr man keine Antwort erhält, nach der man sich sehnt, um so zerstörerischer wird das Stadium und das Ausmaß sein. Mich würde interessieren, ob die Verantwortung zu handeln, eine Rolle spielen könnte. Ein wütender Mensch rebelliert gegen die Unklarheit, die in ihm herrscht. Er steht auf, der Druck war zu hoch und nun nimmt er diese Form der Verantwortung an. Eine zerstörerische, hassvolle Verantwortung.

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    1. Danke für diesen Kommentar!
      Ob es Verantwortung zum Handeln ist, weiß ich nicht, aber es ist auf jedenfall eine Art Zwang zu handeln. Bei Tieren und Menschen sieht man bei "Gefahr" zwei grundlegende Reaktionen: Flucht und Angriff. Wut ist definitiv auf der Seite des Angriffs zu sehen. Und ich gebe die Recht: Wut und Angriff streben definitiv nach Klarheit. Flucht hingegen lässt immer die Unklarheit zu, ob man nicht weiter verfolgt und bedroht wird. Wenn ich in den Wald renne, weiß ich nie genau, ob ich meine Verfolger auch abgeschüttelt habe. Jedes Knacken im Unterholz lässt mich vor Unsicherheit zusammenschrecken. Habe ich sie jedoch angegriffen, getötet oder in de Flucht geschlagen, dann habe ich Klarheit hergestellt. Nur sind diese zwei Reaktionen in ihrer Reinform natürlich keine Rezepte im zivilisierten Umgang miteinander.

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  2. Der Text ist ziemlich einseitig geschrieben, da er nur von der Annahme ausgeht, die Enttäuschungen, die die Wut hervorrufen seinen immer berechtigt. Es ist bezeichnend, dass im Text nicht von Erwartungen die Rede ist, sondern vom „Verständnis der Grundregeln der Existenz“. Als ob dieses Verständnis immer richtig wäre. Dieser Fall mag zwar auch vorkommen. Wer wütend ist, unterliegt aber gerade nicht einer Täuschung dessen, was normal ist. Er unterliegt vielmehr einer Selbsttäuschung, denn die enttäuschten Erwartungen sind immer noch die derjenigen Person, die wütend ist. Und was infrage gestellt wurde, sind die eigenen Normalitätserwartungen. Mit anderen Worten, man ist zunächst erstmal wütend auf sich selbst, weil die eigenen Erwartungen falsch waren. Diesen entscheidenden Punkt lässt der Text völlig unbeachtet.

    Insofern sind auch die Lösungsvorschläge wenig hilfreich, weil sie nur darauf abzielen mit dem Gefühl anders umzugehen. Das wird aber auf Dauer nicht helfen, da die Ursachen der Wut, nämlich den falschen Erwartungen, nicht geändert werden. Ich sag immer, nichts ist eine verlässlichere Quelle des eigenen Unglücks als falsche Erwartungen. Das gilt natürlich genauso für die Wut. Wut wäre damit zunächst erstmal ein Hinweis darauf seine eigenen Erwartungen zu hinterfragen.

    An dieser Stelle könnten dann auch Lernprozesse einsetzen. Distanziert man sich von seiner Wut und hinterfragt die eigenen Erwartungen oder distanziert man sich nicht von seiner Wut und beharrt auf den falschen Erwartungen. Der obige Text bestärkt nur letztere Entwicklung, weil er davon ausgeht, dass die eigenen Erwartungen immer richtig sind und damit auch die Wut berechtigt ist. Da Menschen nicht unfehlbar sind, ist auch die Wut in den meisten Fällen nicht berechtigt. Wer sich seiner Wut hingibt, kann bekanntlich auch nichts lernen und wird weiterhin wütend bleiben. Es ist ein Teufelskreis.

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    1. Vielen Dank für diese Ergänzungen.

      Ich sehe es aber ganz genauso und der Text sagt das vielleicht nicht deutlich genug: Die Erwartungen, die wir haben, sind oft überzogen und unberechtigt, siehe die Beispiele oben:

      "Wer jedesmal brüllt, wenn er die Schlüssel verlegt hat, unterliegt dem Missverständnis, das die Dinge immer zur Hand zu haben seien. Wer seine Nerven verliert, weil vor ihm jemand zu langsam fährt, der unterliegt der gefährlichen Täuschung, dass er das Recht habe, auf Straßen zu fahren, die jederzeit frei von Hindernissen zu sein haben."

      Was man jedoch nicht pauschal behaupten kann ist, dass die Wut immer zuerst eine Wut über einen selbst sei. Das müsste man doch bei jedem einzelnen "Wutanfall" überprüfen. Ich denke mir, es gibt mit Sicherheit Menschen, die so wenig reflektiert sind, dass sie nahezu nie wütend über sich selbst sind, sondern immer über die Welt da draußen.

      Wenn man immer über sich selbst wütend wäre, dann wäre damit das Problem der unerkannten und überzogenen Erwartungshalung bereits behoben: Man hätte seinen Irrtum erkannt.

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    2. Die Erwartungen, aus denen sich die Wut speist, sind zunächst mal die eigenen – auch wenn sie sich auf die Umwelt richten. Insofern kann man durchaus sagen, die Wut kann daher immer nur eine Wut auf sich selbst sein. Und warum die Wut deswegen trotzdem nicht behoben ist, habe ich doch auch geschrieben:

      „Distanziert man sich von seiner Wut und hinterfragt die eigenen Erwartungen oder distanziert man sich nicht von seiner Wut und beharrt auf den falschen Erwartungen.“

      Bei Letzterem wird der besagte Irrtum verfestigt. Von Psychologen wird dieser Sachverhalt als Projektion bezeichnet: die Gefühle, die eigentlich auf sich selbst gerichtet sind, werden auf die Umwelt gerichtet.

      Ja, ich finde auch der Text ist in dieser Hinsicht nicht deutlich genug, da er nur von normativen Ansprüchen handelt, die möglicherweise nicht stimmen („das Recht haben, auf Straßen zu fahren, die jeder Zeit von Hindernissen frei zu sein haben“). Der Vergleichsmaßstab ist immer noch eine kollektiv geteilte Normalitätserwartung, die eine quasi-objektive Qualität hat. Aber wer bestimmt denn heute noch was normal ist?

      Die drei im Text angebotenen Lösungen zielen nur darauf ab die Wut durch ein behagliches Gefühl der Gemeinschaftlichkeit zu ersetzen, aber nicht die falschen Erwartungen zu hinterfragen. Die erste Lösung besteht nur im Verständnis zeigen (wir alle sind mal wütend, weil wir alle enttäuscht werden). Die zweite Lösung ist eigentlich nur die Konsequenz aus der ersten (Mitgefühl, wir alle wünschen uns eine andere Welt). Die dritte Lösung ist schließlich einfach nur zusammenhalten (die Situation gemeinsam überstehen). Ich würde das mit Durkheim als mechanische Solidarität bezeichnen. Gerade an den Lösungen wird zumindest für mich deutlich, dass es dem Autor des obigen Textes nicht um die Veränderung der der Wut zugrundeliegenden Erwartungen geht, sondern eher um ein romantisches und gemeinschaftlich geteiltes Leiden an der Welt, das sich aus falschen Erwartungen speist. Auch wenn der Autor den Umstand, dass es die eigenen Erwartungen sind, die die Wut auslösen, in der Problembeschreibung erwähnt. Seine Lösungsvorschläge zeigen, dass er das Problem trotzdem nicht verstanden hat. Vielleicht interpretiere ich da auch zu viel rein. Für mich sieht es aber danach aus.

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  3. Wut und Erwartungen zusammen zu bringen klingt für mich schlüssig. Ich kenne das Buch „Book of Life“ nicht und den Zusammenhang aus dem das Kapitel entnommen wurde.
    Ich möchte an dieser Stelle mein Denken über Wut ergänzen. Ärger und auch Wut (ich empfinde sie eng beieinander) werden gern aus einem „Sollte-Denken“ gespeist. Die Antwort auf die Frage: Was sollte der andere denn tun? Wäre die Erwartung. Würden Sie mir hier zustimmen? Oder handelt es sich eher um ein Henne Ei Problem? Dies ist deshalb für mich interessant, da es gerade bei diesen starken Emotionen natürlich auch die Frage gibt, wann und wo steige ich aus. Und was brauche ich?
    In der Gewaltfreien Kommunikation wird Wut/Ärger als Sekundärgefühl bezeichnet. Es liegt ein anderes Gefühl darunter, mit dem ich in Verbindung komme, wenn ich mir meines Bedürfnisses bewusst bin. Auf Ihr Beispiel bezogen: Was sollte der andere tun? Schneller Auto fahren! Wenn er das täte was, was würde sich erfüllen? Ich könnte meine terminliche Zusage einhalten (Verbindlichkeit). Wenn ich jetzt spüre, wie fühle ich mich, wenn die Aussicht auf Verbindlichkeit nicht erfüllt wird. Dann bin ich vielleicht angespannt, unter Druck oder gestresst. Das sind die Empfindungen, die zu mir gehören – weg von dem anderen.
    Das jemand der wütend ist, auch verängstigt ist – stelle ich für mich mit meinem Denken in Frage. Kann sein, muss nicht. Ich möchte sagen, dass die tiefen Seiten der Wut und des Ärger die Chance des Erkennens des Mangels liegt, den ich gerade habe. Bedauerlicher Weise steht in dem Augenblick keine alternative Handlungsmöglichkeit zur Verfügung. Erst nach dem Erkennen kommt die Kompetenz.
    Im Umgang mit Wütenden neigen auch ich dazu beruhigen zu wollen – nur geht es um beruhigen? Oder geht es um das neugierig Bleiben auf das was der andere Jenseits aller Worte braucht?

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    1. Vielen Dank für diese Ergänzungen. Ja, ich stimme zu: "Sollte-Denken" auf andere projiziert ist eine große Wutquelle.

      Was absolut spannend ist, ist Ihr Hinweis auf die Kette, das Weiterdenken von Wut zum Sollte des anderen und dem eigenen Bedürfnis. Sehr schön!

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  4. Wut und Erwartungen? Meine Erfahrungen mit Ärzten in den vergangenen Jahren haben zu meinem letzten großen Wutausbruch beigetragen, letztendlich Enttäuschung über die Verlogenheit, Hilflosigkeit und Machtausübung über Patienten, die Unfähigkeit zu sagen, hier bin ich mit meiner Weisheit zu Ende. Und Untersuchungen an meinem Körper durchzuführen, die nicht mit mir abgesprochen waren, sie als nicht berechtigt waren und mir dann auch noch das Ergebnis ohne meine Einwilligung mitzuteilen. Das Ergebnis bedeutete für mich eine noch größere psychische Belastung als die ohnehin vorhandene. Ich erleide also einen Zusammenbruch (wütendes Schreien, Weinen), weil meine "Erwartung" als Mensch und Patient respektiert zu werden, nicht erfüllt wurde. Ich habe in einem Seminar gelernt, dass Wut vor allem Angst beinhaltet, Angst und Hilflosigkeit.Die hier angeführten Beispiele finde ich eher banal, obwohl ich das auch kenne, dass ich beim Autofahren wütend werde und schon mal rumschreie. Das hilft mir, meine innere Spannung zu lösen und ich schade damit niemand, wenn ich trotzdem mich verantwortungsvoll im Verkehr verhalte. So nebenbei, ich habe eine sogenannte tödliche Krankheit - auch so eine Arroganz der Ärzte/Medizin, die mich wütend macht. Statistisch gesehen dürfte ich gar nicht mehr leben.

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