Eine Rezension von Erich Feldmeiers Buch
Sonntags Reden, montags Meeting: Wie Innovationen dennoch gelingen.
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Ein Buch mit 7 Siegeln
und 5 Schlüsseln |
Erich Feldmeier greift eine der rätselhaftesten Fragen der Menschheit überhaupt auf: Warum hören wir eigentlich nicht auf unsere Vernunft? Ob die Annahme, die hinter dieser Frage steht, so pauschal richtig ist, werden wir später noch beleuchten. Dem Eindruck jedoch, dass wir wahnsinnig viel Zeit, Energie und Annerkennung auf die Produktion von Vernunft zu verwenden, ohne dass wir die vernünftigen Erkenntnisse anschließend in Fortschritt ummünzen, kann man sich in Angesicht von Hunger-, Finanz- und Umweltkrisen kaum erwehren. Theroretisch wissen wir, was wir zu tun haben, um den nächsten Gau zu verhindern oder die Geißeln der Menschheit auszurotten. ABER: Wir tun es ganz einfach nicht. Einfach so. Ohne vernünftigen Grund. Wir lassen den ganzen Schlamassel so weiterlaufen, wie immer.

Feldmeier macht sich daran, Antworten für diese Frage zu finden. Dieses Feldmeier'sche Finden ist ein abenteuerlicher und amüsanter Ritt durch die Geistesgeschichte, die Politik, Wissenschaft und Gegenwartskultur. Von Platon über Machiavelli bis zu Precht und Jamie Oliver kommen alle zu Wort. Da wird links und rechts mitgenomen, was am Wegesrand wächst. Schnipsel aus der Computerwoche genauso wie aus der Süddeutschen oder der ZEIT. Das Buch gleicht einem faszinierend (in 7 Siegel und 5 Schlüssel) geordneten Zettelkasten, in dem sich alles um die Fragen dreht: Warum handeln wir nicht vernünftig? Und: Wie kommen wir da wieder raus?